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Ueber Nalirung und Fleiscliextgract. 53 ig
sten Art, und zwar nicht bless für Zwecke der Verdauung und A
Ernäthrung, scndern auch noch für zahlreiche Nerventhatigkeiten
in ganz anderen Richtungen, dass er dafür, um sich dieselben zu
verschaffen, gern etwas cpfert oder bezahlt. Wie Viele verzichten
nicht auf ein Stück Brcd, um sich eine Tasse Kaffee, cder Thee, g
eine Prise Taback, eine Cigarre, ein Glas Bier oder Wein zu
sichern, wenn ihnen die Wahl gelassen wird, obwchl ein Stück V]
Brcd zum Fett­ und Eiweissersatz am Körper beiträgt, und die
genannten Genussinittel nicht!
., Die Genussmittel sind wahre Menschenfreunde, sie helfen un- Q
serin Organismus über manche Schwierigkeiten liinweg, ich möchte l
sie mit der Anwendung der richtigen Schmiere bei Bewegungs­ _
rnaschinen vergleichen, welche zwar nicht die Dampfkraft ersetzen A
und enthehrlich inachen kann, aber dieser zu einer viel leichtern «
und regelmassigern Wirksainkeit verhilft, und ausserdem der Ab- ¥
nutzung der Maschine ganz wesentlich verheugt. Um letzteres
thun zu können, ist bei der Wahl der Schmierinittel eine Bedingung i
unerlasslich, sie dürfen die Maschinentheile nicht angreifen, sie ii
müssen, wie man sagt, unschädlich sein.
Und diese letztere Bedingüng erfüllt das Fleischextract in
einem hervcrragenden Grade, denn es ist geradezu ein natürlicher i
Bestandtheil unseres Körpers selbst, wie Eiweiss und Fett, es ist <
von seinein Ursprung her ein unserm Organismus durch und durch
befreundeter Steff, der nichts enthalt, was nicht chnehin ein inte- 2,
. grirender Bestandtheil jedes gesunden Körpers ware. Wie das ä
Extract in den Handel kcinmt, besteht es wesentlich aus drei i
Gruppen von Bestandtheilen: 1) aus etwa 20 Procent Wasser,
2) aus etwa 22 Procent Aschenbestandtheilen oder Salzen, und
3) ini Uebrigen aus etwa 58 Procent organischen Bestandtheilen,
» scgenannten Extractivstcffen. °
Von den Extraetivstcffen des Fleisches sind hekanntlich meh-
rere bereits naher chemisch definirt oder isclirt, aber damit ist
die Aufgabe der Chemie der crganischen Bestandtheile des Fleisch-
extractes gewiss noch lange nicht erschöpft. Unter den isclirten
finden sich drei aus der Reihe der crganischen Basen oder Alka-
lcide, Kreatin, Sarkin und Garnin. Ein anderer organischer Be-
standtheil, der in grösserer Menge im Fleischextract enthalten ist,
ist die Fleischinilchsaure. Auch scnst weiss man noch Einiges,
i aber nach meiner Ansicht ware es sehr voreilig, aus unserm einst­
weiligen Wissen über die crganischen Bestandtheile des Fleisch‘ *
· extractes seinen physiolcgischen und hygienischen Werth erklären i
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