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, 48 Ueber Nahrung und Fleischextract.
ai.
ig`; Den SauerstoH' nelnnen wir bei jedem Atheinzuge niit Hilfe
I unserer Blutlcörperchen aus der Luft, die uns inngibt, und da uns
das in der Regel leicht gelingt, ohne dass wir besondere Anstren­
E I gungen oder Geldausgaben dafür zu inachen haben, so zahlen wir I
gi gewöhnlich die Luit gar nicht unter den Nahrungsinitteln auf, W
, «· sondern setzon sie nicht selten sogar in einen gewissen Gegensatz ,
· ij dainit, indeni wir sagen, dass Niemand von der Luft leben könne. I
I i Nicht viel anders inachen wir’s init dem Wasser, das von un- ·
serin Körpcr durch Yerdunstung auf der Haut und in den Lungen .
sowohl dainpfförniig, als auf anderen Vegen auch tropfbar Hiissig
ji fortgeht. Auch das verlorene Wasser, ohne stets genau zu wissen I
wie viel, inüssen wir unserm Körper wieder zuführen. ,,.Iedoch," ,
sagt Voit*), ,,sind wir darüber in praxi ineist nicht in Verlegen- ,
ëïï, heit, da wir das Wasser uinsonst, oder doch sehr wohlfeil haben I
können. Wir würden die Sache ganz anders beurtheilen, und das
Wasser für ebenso wichtig halten, als das Fleisch und andere i
Stofie, wenn wir es ebenso thener zu bezahlen hätten."
. Auch auf die Aschenbestandtheile achten. wir gewöhnlich nicht I
viel, und 10illll’(%11 sie deshalb auch nicht regelmässig unter den N ah-
L E rungsinitteln auf, obschon jeder einzelne Bestandtheil davon ebenso
unentbehrlich ist, als Eiweiss und Fett. Die Nothwendigkeit der
Aschenbestandtheile oder der Salze hat Baron v. Liebig nicht nur ,
in der Nahrung der Piianzen, sondern auch in der Nahrung der 1
Thiere langst dargethan, und Voit hat durch niehrere Versuche
gezeigt, dass Thiere so zieinlich in der ganz gleichen Zeit zu Grunde I
gehen, man mag alles Eiweiss, oder gewisse Salze aus ihrer Nah- ii
rung vollständig ausschliessen, Man kann ebenso aus Mangelan
Salz, wie aus Mangel an Eiweiss, oder aus Mangel an Wasser ver-
E hungern. Den Wasserhunger nennt man gewöhnlich Durst. Dass
wir weniger von den Salzen in der Nahrung sprechen, hat seinen
Lg Grund theils darin, dass die Nahrungsinittel, welche unserin Kor-
per das kostspielige Eiweiss und Fett liefern, für gewöhnlich auch
schon die nöthigen Asclienhestandtheile enthalten, theils darin,
, dass die Aschenbestandtheile des Körpers, als unveränderliche, i
‘ nicht organische Stoffe, durch den Stoiffwechsel nicht wie die orga- l
I nischen Stofle Eiweiss und Fett zerstört und zersetzt, sondern nur
so weit ausgeschieden werden, als sie durch weitere Zufuhr über-
T schüssig geworden sind. In dein Maasse, als die Zufuhr auf hört,
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lf ! Ueher die Bedeutung des Leimes bei der El']l5lll1‘l`l`l19_‘. Zeitsclirift für
ïê lfiologiv Bil. VIII, S. IISG.
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