HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 48

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E 42 Zweite Vorlesung,
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if Da die Competenz oder Zuständigkeit in allen Sanitlïitsfragen bei
· uns nicht in Einer Hand ruht, sondern sehr vielfach und oft in
S`? ä, etwas verwickelter Weise zwischen Magistrat und Polizei getheilt
@*5 ist, so werden die königl. Polizeidireetion und der Magistrat
‘ " znsainmenwirken müssen. Der gegenwartige Verstand der P0-
lizeidirection, Herr Regierungsdirector v. Bu rehtorff , ist diesem
Plane fiir seine Person gleiehfalls sehr geneigt, und wir dürfen.
1, heffen, dass auch die königl. Staatsbehörden denselben gntheissen
gg werden. [
gi il? Man will die Stadt in eine Anzahl von Bezirken theilen, deren
Qi. jeder der Sitz einer Commission sein soll. Die Mitglieder dieser _
ii il (lommissionen bedürien eines ofrieiellen Charakters. Die einzelnen i
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Commissionen werden ihren Vereinignngspnnkt in einem Central·
organe finden, welches von Polizeidirection und Magistrat gehildet
werden wird. g
L? Das Programm für den Geschäftskreis dieser Gesundheits-
Commissionen ist im Einzelnen zwar noch nicht festgestellt, aber
gig jedeufalls wird ihre Thätigkeit hauptsächlich in zwei Richtungen ­.
ïi sich entfalten müssen, einerseits werden sie zur Durehführung und E
iiil F Ueberwachung bereits bestehender sanitatspolizeilieher Verord-
nungen, namentlieh auch bei Epidemien, und dann znr Information
,§ über verschiedene einzelne Fragen der Sanität und Salubrität mit- j
zuwirken haben. Die Thatigkeit in ersterer Riehtnng wird eine *
vi sehr bestinnnte und daher einfaehe sein und den Mitgliedern keine
., grossen Schwierigkeiten bereiten; hingegen die Thätigkeit in der "
zweiten Richtung wird schwieriger und zeitraubender sein: aber
lg ich halte sie für die wichtigste, weil in ihr die ganze Zukunft für
gl Ii die Entwickelnng unseres Gesnndheitswesens ruht. Ueber viele .
der wichtigsten Angelegenheiten beiinden wir uns noch sehr im ’
ill Unklaren. Nehmen wir ein einziges Beispiel. Ueberfüllnng der `
ii Wohnungen ist eine ganz allgemein anerkannte Gesundheitssehäd-
ii liehkeit. Vïer aber gefragt wird, wie weit diese Sehädlichkeit in
ii München gegeben ist, und wie weit etwa abzuhelfen wäre, der _ ,
i kann keine bestimmte Antwort auf diese Frage geben. Sie kann
nur gegeben werden, wenn man die Anzalil der Bewohner der ein-
s zelnen Hauser und den Cnbikraum der einzelnen Wohnungen 1
D kennt, wenn man weiss, wie viel Luftranm auf ein lndividnnm ;
, durchschnittlieh trifft. Wenn man in dieser Richtnng mit Normen ’
und Verordnungen etwa vorgehen wollte, müsste man von dem ;
Thatbestand. von dem man ausgehen und den man abandern ,
möchte, vorher viel genaner unterrichtet sein, als das gegenwärtig
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