HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 46

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Y 40 Zweite Verlesung.
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im llause muss gesergt werden, auch für diejenigen, welche nichts
J verdienen, eder nichts verdienen können.
_ Ich muss nun zum Schlusse kommen, nachdem ich Ihre Aufl
Y’, fi merksamkeit sehen lange in Anspruch genemmen habe. Diese ,
t J Q beiden Verträge sellten Ihnen neben dem bereits allgemein aner­
I kannten idealen, auch den realen Werth der Gesundheit für eine ~
Q; Stadt anschaulich machen und zeigen, dass es kein besser an- I
ii gelegtes Capital gibt, als das auf Einrichtungen verwendete, welche
Ii ii zur Erhaltung und Vermehrung der Gesundheit beitragen. Ich wellte I
; ïlli Sie auf Punkte anfïnerksain machen, in welchen die öffentliehe Ge-
Ii sundheitspflege bei uns in München ebense gut, und vielleicht nech
jv besser bestellt ist, als anderwärts, we die Gesannntsterblichkeit
ig eine geringere ist, und zuletzthabe ich Ihnen auch selcheI’unkte nam-
haft gemacht, in welchen wir nach meiner Ansicht schwächer sind,
· in denen wir zu bessern haben. Ueber letztere mich in Einzeln­
ë heiten einzulassen, bin ich jetzt nicht in der Lage. In den Fra-
gen der öffentlichen Gesnndheit genügt es nicht, bless eine Ansicht ti
zu haben und dieser gemäss Verschriften zu erlassen, wie es in der ,
5 ärztlichen Privatpraxis vielfach der Fall ist, we nur der Arzt und der
A « einzelne Kranke sich gegenüberstehen, sendern da inuss jede Ver-
schrift auch streng begründet und erläutert werden, namentlich wenn
Q; die Organe des Staates und der Gemeinde diese Verschriften eder
I Recepte anzuerdnen und auszuführen haben, ven deren N ethwen­ ,
g digkeit und Zweckmassigkeit diese zuerst überzeugt sein müssen, i
denn sie dürfen nicht bless aus persönlichem Vertrauen liandeln, wie «
T der einzelne Patient seinen1Arzt gegenüber, sie sind der Allgemein­ I
i heit für selche Recepte verantwertlich, und müssen deshalb Gründe i_
dafür verlangen. Um heute nur für irgend einen einzelnen Punkt I
V erschläge eder Verschriften zu machen nnd zu begründen, V1
in gebricht es theils an Zeit, theils sind pepuläre Verträge dafür
überhaupt wenig geeignet, deren Zweck mehr Anregung und An- f;
i bahnung des Verständnisses, Erweckung der Theilnahxne für eine
ill Saehe mir zu sein scheint. Ich würde mich überglücklich schêitzen,
` wenn ich meine gesanimte Zuhörerschaft nur daven überzeugt 3
hätte, dass die Stadt München als erste Stadt Bayerns hier eine `
Q gresse Culturaufgabe ver sich liegen habe, zu deren Lösung wir
Alle mitzuwirken haben.
i Um mit Erfelg mitwirken zu können, müssen wir uns mit
dem, was geschehen sell und geschehen kann, mit den einzelnen
Gegenständen der öffentlichen Gesundheitspiiege und ihrem facti~
sehen Zustand in lIünchen zunächst vertraut machen. Ich darf
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