HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 45

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Zvveite Vorlesung. 39
11- malige Verbesserung der Race. Der Werth eines geordneten u11d {
wie s0lide11 F amilienlebens ist für die öffentliche Gesundheit von der ‘
en allergrössten Bedeutung. Sittlichkeit 1111Cl Mcral sind nicht bless i
1g, ein ideales Gut, was etxva erst in einem zukünftigen Leben zur 1
et. Geltung kame, sondern ein ebenso reales auch für diese Welt. l,
11- Zügellose, unsittliche u11d u111noraliscl1e Menschen nntergraben
gel sehr haufig ihre Gesundheit nicht bloss zum eigenen Schaden, sen- E-
11- dern auch zum Nachtheil ihrer Angehörigen und Nachkominen. A
3., ' Der pnritanische Zug, vvelcher durch die englische Nation geht, is
re hat sicher auch etwas zur Starkung der Volksgesundheit beigetra­
zt gen. Konnte doch auf dem letzten Congress für Social­Wissen- fa
p- schaft, welcher iin vorigen Jahre z11 Plymouth gehalten wurde, der ii
g- Präsident der Abtheilung für öffentliche Gesundheit, Professor Dr. fi
zn Acland i11 Oxford, in der Einleitung zu seiner Rede, die er über
;h Gesundheit hielt, unbeanstandet aussprechen, ,, dass der persönliche
es Gesundheitscodex in zwei Worte11 zusainmengefasst werden könne,
e, in den Worten Reinlichkeit u11d Gottesf11rcht." (Cleanliness and
it Godliness.) Pteinlichkeit und Sittlichkeit in allen Beziehungen soll
auch unser Wahlspruch sein. ig
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1- Fügen wir diesen beiden Worten des Engländers noch ei11 drittes, i
l- ebenso edles hinzu, 1111Cl das ist lVohlthätigkeit. In jeder grösseren
er Gemeinde gibt es Viele, vvelche 11icl1t die Mittel haben, um sich zu fly,
e verschaffen, was sie zu einem gesunden Leben unumgänglich brau­
1- ·· chen, und da 1nüsse11 Diejenigen, vvelche mehr haben, als sie
r brauchen, etwas beisteuern, und zwar in ihrem eige11e11 Interesse.
=- Wenn die WOl1H1111gG11 der Armen in einer Stadt Typhns­ und
nt Choleranester werden, so ist das durchaus nicht gleichgiltig auch
r für die Gesundheit der Reichsten. Dieser Grundsatz gilt für alle il
=l -’ Krankheiten, deren Ursache verschleppbar oder transportabel ist.
1 1. Soweit solclie Ursachen 11icl1t vom Einzelnen zu beseitigen oder
t fernzuhalten sind, müssen Alle dafür eintreten und nach Vermögen E
s sich besteuern lassen. Wenn eine Stadt für gute Canalisirung, f
;‘ ` gute Wasserversorgung, für gute Strassen und Reinlichkeit i11 de11-
­ Sëlbêll, wenn sie für gute Anstalten i11 Bezug auf Victualien, Z
für SCl1l3.Clll`»l1ä1LlSGI‘ und sonstige unentbehrliche Lebensbedürfnisse l
f sorgt, lauter Gege11stande, welche auch dem Unbeinittelten zu Gute
1 kommen, obschon diese nichts, SO11Cl€Y11 nur der Bemittelte daran F
1 bezahlt, - so l1at doch auch der Bemittelte davo11, dass sie auch
= dem Unbemittelten zu Gute kommen, die grössten Vortheile. Eine
- Stadt muss sicl1 gevvissermassen als Familie betrachten, für Alle {
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