HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 41

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i Zweite Vorlesung. 35
hen Lebensmittel in stetigem Steigen begriflen sind. So lange der l
die Mensch unter Umständen lebt, dass er haben und sich auswählen *
.us- kann, was und wie viel er will, da findet er instinktmassig auch .
eh- leicht das Rechte; wenn er aber mit Dürftigkeit zu kämpfen hat,
ien oder wenn ihm ein fremder Wille die N ahrung vorsetzt, da sollte
.us- auch festgesetzt sein, was und wie viel mindestens nothwendig ist.
atzt In diesen Anschauungen über die Analogie der Ernahrung der
die Thiere und der Menschen liegt keine Herabwürdigung der letz,- W,
an teren, wie vielleicht der Eine oder Andere denkt. Wenn wir den
ini- Menschen seinem Geiste nach auch noch so hoch stellen und ihn i
ien. grundverschieden vom Thiere betrachten, so dürfen wir diesen
en- thatsächlichen Unterschied doch keinenfalls auf das Körperliche S
als übertragen, worin sich Thier und Mensch sehr ahnlich sind. So ul,
Je? unendlieh gross der Unterschied zwischen der Seele einer stillenden il
Er- Mutter und einer Kuh ist, so gering ist er zwischen der Milch, die A
'or- beide geben, und die man für einander gebrauchen kann. Mutter- "
lies milch und Kuhmilch können sich gegenseitig ersetzen; man könnte
ner ein Kalb mit Menschenmilch auiïüttern, so gut man Kinder mit
Kuhmilch aufzieht. °
ich Ein wichtiger Factor in der Mortalitätszfder Miincliens ist die ,
tat, Sterblichkeit der Kinder im ersten Lebensjahre, welche in München
ein eine sehr hohe ist, und deren Ursacheni sehr verschiedene, hier
aiit nicht naher zu erörternde, und vielfach auch erst noch näher fest- “
lbe zustellende sind. ‘
der Von grosser Wichtigkeit sind auch die Wohnungsverhaltnisse. l
Die Wohnung hat namentlich auf zwei Wegen einen grossen Ein- J
‘tet Huss `auf unsere Gesundheit, erstens für unsern nothwendigen
Lin- Luitgenuss und dann für die Warmeökonoinie unseres Körpers.
len Es ist nicht zu leugnen, dass diese beiden Zwecke, die wir mit ein
im und demselben Mittel gleichzeitig zu verfolgen haben, in der Wirk- W
ich liehkeit oft in einem gewissen Streite mit einander liegen, etwa M
use ähnlich wie zwei Nachbarn, die in einem gemeinsamen Hofe Ver- M
er richtungen für verschiedene gewerbliche Zwecke vorzunehmen
or- haben. Da hilft nichts, als dass sie sich verstandigen und ver- _
ich tragen lernen. Zu einem guten Vertrag gehört aber nicht bloss
ind Verträglichkeit sowohl der betheiligten Saohen, als der Personen, _,;
ine sondern vor Allem eine richtige Erkenntniss der gegenseitigen Be-
ier dürfnisse, gute, durchführbare Bestimmungen zur Beiriedigung der~
ng. selben und dann gewissenhafte und verstandige Durchführung des r
nd , aufgestellten Vertrages in der Praxis. Es wäre sehr verlockend
ler für mich, bei diesein Thema über die Wohnung in Einzelheiten ,4
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