HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 38

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f jk 32 Zvveite Verlesung.
Lg, °` Ehe wir weiter gehen, möchte ich Sie nech veranlassen, aus-
lnï Y zurechnen, wie viel Capital es vverth ware, wenn einmal ven den
lia J 170000 Einvvehnern Münchens anstatt 33 gar nur mehr 22 pre
Qi { mille, wie in Londen, sterben würden. Da vvürden in München
W 1 jahrlich 1870 Menschen vveniger sterben, 63580 vveniger Krank­
, heitsfalle verkemmen, 1271600 Verpflegstage erspart werden, was
zu 5 Prec. einem Capitalswerthe ven 25 432 000 Gulden entspricht.
I? Um den Werth dieses Capitals würde München bless durch ver-
,= mehrte Gesundheit reicher sein; wer München se gesund wie Len-
_, _ den macht, vermacht der Stadt gleiehsam ein Capital ven se und
fi · se viel Millienen.
U Um dieses Resultat zu erreichen, dürfen wir uns in München,
wie vvir an den englischen Beispielen sehr deutlich sehen können,
­, nicht damit begnügen, unser Canalsystem, ven dem wir in den
’·r", neueren Stadttheilen der Ludvvigs­ und Max­Verstadt nach den
Planen und Ausführungen des Herrn Baurathes Zenetti einen
guten Anfang haben, dann für eine reichlichere Wasserversergung
aller Hauser mit laufendem Wasser und für eine rasche und
unschadliche Entfernung vieler Auswurfssteffe Serge zu tragen,
denn mit diesen drei Mitteln lösen wir nach den andervvarts
,§? gemachten Erfahrungen nech nicht den dritten Theil der Aufgabe,
älj da müssen wir uns auch nech in mancher andern Riehtung
umsehen.
[Q Ven der Nahrung ist unsere Gesundheit gleichfalls sehr
` abhangig, und zwar nicht bless ven ihrer Qualität, sendern auch
igf ven ihrer Quantitat; was wir geniessen, kann nicht bless gut eder
sehlecht, sendern auch zu vvenig und zu viel sein.
jl Nahrung im weitesten Sinne ist Alles, was wir geniessen, Luft,
`Wasser, Speisen und Getranke nebst Genussmitteln. Da man Luit
und Wasser meistens umsenst oder dech sehr billig hat, se ver-
steht man unter Nahrung gevvöhnlieh nur Speisen und Getranke.
Sl Man hat erst in neuester Zeit angefangen, genaue quantitative
n, 7 Untersuchungen auch über die Ernahrung der Menschen mit ver-
lh schiedenen Nahrungssteffen und verschiedenen Mischungen zu
machen. Baren v. Liebi g hat zvvar sehen langst in seiner bahn­
S brechenden Weise leitende Gesichtspunkte für die Ernahrung nicht
jl nur der Piianzen, sendern auch der Thiere und Menschen auf-
gestellt, aber sie haben sich in ihren Censequenzen erst allmalig
à vem Niedern zum Höhern entwickelt. Ebense wie die ven Lie-
S; big ausgegangene geistige Bewegung über Ernahrung der Plianzen
sich viel früher auf die praktische Landvvirthschait, als auf die
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