HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 32

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H 26 Zweite Vorlesung.
polizei verleihen könnte, aber kein Vernünftiger wird von diesem
Gesetz, dessen Entstehen nur als eine unliebsame Consequenz eines
, allgemeinen gesetzgeberischen Principes unserer Zeit zu betrachten
K; 2 ist, eine Hebung der ölientlichen Gesundheit erwarten. Man kann
rif auch nicht annehmen, dass in England der nachtheilige Einfluss der
von jeher J edermann freigegebenen Heil­Pfuscherei sich im all- ~
geineinen Gesundheitszustande deshalb etwa nicht bemerkbar mache,
weil dort das Publicum aufgeklärter, oder weil dort die Aerzte in
ihrem Kampfe mit den curirenden Nichtärzten durch bessern
n Unterricht und praktischere Ausbildung als bei uns gestärkt waren:
H iin Gegentheil, in neuerer Zeit strebt man dort zur Ausbildung der
Aerzte Einrichtungen an, welchen der Bildungsgang der deutschen
l Aerzte vielfach zum Vorbild und Muster gedient hat. Wir haben
. grosse Aerzte, Chirurgen, Geburtshelfer, Psychiater und Ophthal­
inologen in keiner geringern Zahl. England ist nur i1nhygieni­
schen Unterricht der Aerzte etwas voraus, für welches Fach
dort langst an jeder Bildungsanstalt für Aerzte Lehrstühle be-
stehen, die man mit guten Köpfen zu besetzen strebt. Die Hei-
lung von Krankheiten betreffend, nehmen die Münchener Aerzte "
gil gewiss und @l'f£tll1`l1I]gSgG1T1äiSS eine ebenso hervorragende Stellung
ein, wie die irgend eines Landes oder irgend einer Stadt. und das
Publicum ist ihnen zu grösstein Danke verpflichtet. Es ist nur
zu wünschen, dass sich im Publicum recht bald die Ansicht Bahn
breche, dass der Arzt nicht bloss dazu da sei, um bei bereits aus-
gebrochenen Krankheiten zu Hilfe zu eilen, und die Krankheit
wieder in Gesundheit überführen zu helfen, sondern dass er auch
die Mission zu verfolgen habe, den Uebergang der Gesundheit in
_ Krankheit möglichst und im Grossen zu verhüten. Der Arzt.
gehörig gebildet und benutzt, wird unter allen Umstanden das ein-
li sichtsvollste und wirksamste Organ nicht nur der privaten, sondern
le auch der öffentlichen Gesundheitspilege sein. Die Lehren der
Hygiene als befruchtenden Samen überall auszustreuen, hat Nie-
mand so vielfache Gelegenheit, als der Arzt auf seinem Berufs-
gange durchs Leben.
Ebenso sind alle sonstigen Einrichtungen für Heilung und
_ Pflege der Kranken in einer Stadt von grösster Bedeutung, Apo-
theken, Krankenhäuser, die Krankenpflege in denselben u. s. w.
Die Apotheken sind als Anstalten zu betrachten, in welchen gewisse
_v. Stolfe, welche der Arzt verordnet, oder welche das Publicum, sei
lil es zur Wiedererlangung oder zur Erhaltung der Gesundheit, sucht, E
jederzeit acht und unverfälscht vorräthig gefunden werden. Dafür
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