HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 29

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I Ich lioffe, Sie iiberzeugt zu haben, dass die Gesundheit einer t
r Stadt etwas werth ist, schon insolern, als durch ihren blossen
ï Mangel, durch die Krankheit, in einer Stadt wie München jährlich ’
Millionen nutzlos verloren gehen. Es ware aber ausserdem noch
ein andcrer Factor in Ansatz zu bringen, der sowohl human als P
auch wirthscliaftlich vielleicht noch höher steht und grösser ist, als
der Verlust und die Kosten durch Krankheit, nämlich der Gewinu i
an Leben und Lebenskratt in einer ganzen Bevölkerung. Ich babe l
, bisher nur davon gesproclien, was die Menschen dur<·hschnittli<·l¤
unvermeidlich verlieren, wenn sie krank werden, nicht aber, was t
l sie gewinnen können, wenn sie nicht krank werden, sondern gesund L
! bleiben. Wie Viele verlieren hier und da ganz ungewölinlich viel
; bloss dadurch, dass sie zu einer gewissen Zeit. unter gewisscn
, Umständen nicht thätig sein, nicht persönlich handelnd auftreten ll
2 und eingreifen können! In wie vielen Familien hört man oft
* schmerzlich ausrufen: Wenn damals der Vater oder die Mutter. Z
E oder ein anderes handelndes Mitglied der Familie nicht krank Vl
gewesen ware, oder nur noch einige Zeit gelebt hättel - dann 1,,
l ware dies und jenes gescliehen oder nicht geschehen, wodurch der l;
tg? Familie grosse Vortheile gesichert, oder grosse Nachtheile von ihr lt
abgewandt worden waren. Dieser Werth von Leben und Gesund­
heit, der Werth der gesteigerten Lebenskratt und einer langern l
Lebensdauer entzieht sich jeder Beziiierung. da kann ein einziger j
Q Tag Krankheit oft nicht init vielen Tausenden, geschweige demi _
, mit einem Gulden vergiitet oder auigewogen werden.
Wenn wir die Frage stellen, wodurch in London die Sterb­
lichkeit im Laufe der Zeit allmalig von 42 auf 22 pro mille gesun-
ken ist, so ist man bei dem gegenwartigen Stande unseres Wissens
l und der hieriiber gemachten Untersuchungen vorlaufig noch in
I einiger Verlegenheit, wenn man angeben und aufzählen soll, was
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