HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 18

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12 Erste Vcrlesung. _
von J ahren ven 34 Kranken einer stirbt und dass ein Kranker im
l Allgemeinen sich durchschnittlich 181*5 Tage in Verpflegung be-
· findet.
_ Jetzt handelt es sich darum, dieses Zahlenverhältniss zwischen
Erkrankten und Gestorbenen auf die ganze Stadt zu übertragen.
V on der ganzen Stadt weiss 1nan allerdings nicht, wie viele Kranke
Q sich in ihr belinden, denn Hläll hat sie n0ch nie gezählt, aber die " .
lä andere Zahl weiss 1112111 ebensc bestimmt für die ganze Stadt, wie
lt für die Kranken- und Versorgungsanstalten, nämlich wie viele
F sterben. Man kann nun die Zahl der Tcdesfälle in der ganzen ,
ï¤ Stadt nehmen und sich iragen, wie viel Kranken das entspricht,
hi wenn in der Stadt ebensc wie in den Spitalern 34 Kranke auf
einen Tedesfallkommen? In Wirklichkeit kommen natürlich in der
ganzen Stadt mehr Kranke auf einen Todten, als z. B. in den Kran-
kenhäusern, welche in der Regel nur von der dienenden und iin
besten Alter stehenden Classe aufgesucht werden, und da 0ft viel
zu spat, aber das thut nichts, wir wollen ja, um ver jeder Ueber­
schätzung sicher zu sein, ein lT1111H1ll111 haben.
Nach dem Durchschnitt der letzten zelm Jahre starben in ’
i; München jedes Jahr vcn 1000 Einwclmern was für 170 000
jahrlich 5610 Tcdesfalle macht. Wenn nun, wie in den öffent-
*‘ lichen Anstalten und Spitalern 34 mal mehr Kranke sind, s0 gibt
das 180 740 Krankheitsfälle im Jahre, was etwa 500 im Tage ent-
spricht, welche Zahl gewiss nicht zu hcch ist und zeitweise in den
i beiden Krankenhausern der Stadt allein schon liegt. Nelnnen wir
. nun ferner an, der einzelne Krankheitsfall werde in der Gesammt­ A
_, bevölkerung der Stadt auch nicht langer verpilegt, als es Durch-
sclmitt in den Krankenhäusern, 135 Tage, ist, s0 ergeben sich trctz
g dieser allzu niedrigen Annahmen jährlich d0ch auch 3 343 690 Kran-
1 l kentage für die ganze Bevölkerung, was ganz merkwürdig mit dem Y
ebigen Resultate ven 3 400 000 Krankentagen stimmt, welches sich ”
aus der Einwchnerzahl und der Annahme berechnet, dass jeder
Mensch ven 365 Tagen des J ahrs durchschnittlich 20 krank sei.
· Der mittlere Krankenstand i11 der Stadt ist, wie ich nebenbei
bemerken will, zu keiner Zeit eine Wirklichkeit, sendern er ist nur
` eine Berechnung, die sich auf die Wirklichkeit zu verschiedenen
Zeiten stützt, und die in der Wirklichkeit liegenden, wechselnden,
0ft grcssen Unterschiede auf die einzelnen Zeitabschnitte gleicl1­
massig vertheilt. Es ist nethwendig, auch die Grösse der Ab-
jf weichungen v0m Mittel, darüber und darunter, zu berücksichtigen.
In einem Jahr ist im Winter und Scmmer, 0der zu einer Zeit, wo
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