HomeÜber den Werth der Gesundheit für eine StadtPagina 16

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10 Erste Vorlesung.
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Y den wir zwar nie ablösen können, etwas werden wir wohl immer
zahleu müssen, dass aber gegenwartig an vielen Orten noch unver­
ii hältiiissmässig zu viel gezahlt wird, dafür werde ich Ihnen noch
'[`hatsaehen beibringen. Es ist ohne Zweifel eine der wiehtigsten
^ und grossartigsten Culturaufgaben, welche der medieinischen Wis-
[ senschaft und namentlioh der öffentliehen Gesundheitspflege zuge­
Y ‘ fallen ist, die jetzt noch fünfprocentige Steuer, welohe die Krank­
r heit von unserm ganzen Zeiteinkommen erhebt, allmälig auf immer
niedrigere Proeente herabzusetzen.
E Nehmen wir nun lVlünchen zu 170 000 Einwohnern an., so ge- .
ben 20 Krankentage für die Person jahrlich im Ganzen 3 400 000
oinzelne Krankentage, und wenn wir nach obigen Annahmen 1 Fl.
dafür reehnen, so repräsentirt das Kranksein von München auch
eine jährliche Einbusse von 3 400 000 Gulden. ­- Vor dieser Zahl
lj nun erschrickt man förmlich, wenn man sie zum ersten Male vor
sich hat, und man denkt, da müsse doch irgend ein Irrthum mit-
unterlaufen. Da die Zahl aber aus drei anderen, aus den Kosten
f`ür einen Krankentag, aus der Anzahl der Krankentage und aus der
Einwohnerzahl von München entsprungen ist, so müsste der Irr­ `F
ll thum in irgend einer dieser drei Zahlen liegen. Die letzte Zahl.
Tl die Einwohnerzahl von München, wird Niemand bezweifeln, die erste
i" Zahl, der Betrag der Krankheitskosten und die Schatzung der durch
_; die Krankheit verursachten sonstigen Einbusse, scheint mir und
Anderen ein Minimum für den Durehschnitt zu sein; aber neh­
men wir an, ioh hätte mich geirrt und diese Zahl um 100 Pro- _,.
cent zu hoeh gegriffen, und nehmen wir anstatt 1 Gulden nur
, 30 Kreuzer an, um welehen durehschnittlichen Betrag wohl Nie-
,. mand hier lediglich nur die blosse Verpflegung aller Kranken vom
5 A Niedersten bis zum Höchsten übernehmen möohte, dann würde es
l jàihrlieh immer noch 1 700 000 Gulden maehen.
An der zweiten Zahl, an dem _jä.hrliohen Durehsohnitt der V
fi Krankentage für eine Person, ist auch niehts zu ändern. Ich glaube, W
`Y die Annahme ist eher noch zu gering, als zu hoeh. Es gibt ge-
Yg wisse Classen der Bevölkerung, in welehen die Zahl der Kran-
kentage im Jahr sehr genau erhoben ist. In der preussischen
. Arrnee war von 1846 bis 1863, also während 18 Jahren, jeder
präsente Soldat durchschnittlich 16*38 Tage im Jahre krank. Wenn
man bedenkt, dass im Militair bei allgemeiner Wehrpfiieht nur
der kraftigste Theil des Volkes und das kraftigste Alter vertreten
ist, und da schon jeder über 16 Tage iin Jahre krank ist, so sind
20 Tage für den Durchsehnitt einer ganzen Bevölkerung mit
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