HomeDie Entstehung der Wurten oder "Terpen" und die Senkung des BodensPagina 5

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gungen tiefer herabgesunken sind, sosehr dass an
, manchen Stellen selbst das Tertiar noch nicht einmal
L durchbohrt ist. ‘
[ Dennoch nehmen die Geologen mehr und mehr auch
T für diese Gegende die Bildung von Graben und
[ Horsten an. Dr. Lorié und Dr. jur. Van Waterschoot
f van der Gracht u. a. vermuten das Vorkomrnen solcher
S Bewegungen im Centrum der Niederlande. Meins Er-
, achtens besteht kein Grund eine solche Bewegung nicht
I auch für unsere Küstenlander anzunehmen, denn auch
hier ist die Erdkruste den Druck­ und Zugspannungen
unterworfen gewesen, und noch jetzt denselben aus-
­ gesetzt.
Die Struktur des ganzen Landes spricht rn. E. für diese 1
Hypothese, denn darin sind die ungefähr S.O-N.W. und
S.W.-N.O. gerichteten Linien deutlich zu unterscheiden,
als Binnen in den Watten, als alte zugesohwemmte
Meerbusen, als Hügelrücken und Flusslaufe, letztere
wechselweise N.W. en S.W. verlaufend, weil sie Haupt-
i und Quergräben folgen 1).
1 Weniger deutlich zeigt es sich in den Dünen. Zwar
ist deren Landseite S.W.-N.O. gerichtet, aber mit den
Meeresküsten - also an der Seeseite - ist dies in Holland
· nicht der Fall. Aber diese sind von den Gezeiten­
‘ strörnungen, welche durch die Meerenge von Calais kom-
| men, abgenagt, wie Dr. Lorié gezeigt hat.
; Bei der Betrachtung der sandigen Untiefen und
. ­Rüoken2) vor der Küstenlinie gewahren wir wieder
die S.W.-N.O.Richtung, was uns beweist, dass das
Meer unsere Küsten benagt hat, und die Dünen ur-
l 1) D. H. S, Blaupot ten Cate (7), Man vgl. die Karte, doch
möchte ich keinesfalls die Horstlinien auf derselben als feststehend
Q betrachtet wissen, denn dazu waren die mir zu Leihste steheude
1 Daten Llllgêllügêlld.
I 2) Man vergleiche die Karte des WVasserbau­ingenieurs R, P. J.
Tutein Nolthenius, in: Verslagen van de geologische sectie van
L het Geologisch-Mijnbouwkundig Genootschap, vol. II. -Le Lief.
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