HomeDie Entstehung der Wurten oder "Terpen" und die Senkung des BodensPagina 11

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J
9 .
~ Chr. Geb. das Meer in die verschiedenen Gräben, die
sich jetzt noch an den vollgeschwemmten Busen erken-
[ nen lassen, und wo sich jetzt keine Wurten iinden,
B infolge der Bodensenkung eindringen konnte, und dass
zugleicherzeit die Basis der Bodenerhebungen noch
· hoch genug lag um nur der Wurten, oder vielleicht
i selbst nur ihrer unteren Schichten zum genügenden
Schutz von Menschen und Tieren zu bedürfen. «
Doch es erheben sich auch hier noch Schwierigkeiten
namlich die hohe Lage des Tonbodens. Doch kann
dieser in zweierlei Weise entstanden sein, und zwar: _
cz. durch temporare Bodenerhebung; eine solche ist z
nicht unwahrscheinlich, denn in der Geologie kennt
man entgegengesetzte Niveauverschiebungen in mehre-
ren Perioden.
b. durch fluviatile Aufschwemmung. Auch diese ist
· denkbar denn Dr. Van Giffen erwahnt Wurteii mit
mariner (vom Meere gebildeter) und fluviatiler (von
Flüssen gebildeter) Sohle.
Wie sich der gegenwètrtige Zustand allmählich aus
dem früheren entwickelt hat, habe ich auf die der ur-
sprünglichen Abhandlung beigelegten Tafel darzustellen
versucht 1).
Hieraus würde sich für die Horsten eine sekuläre
Senkung von i 20 cM. und für die Gräben von 30 cl·L
ergeben. In Zusammenhang mit dem für die Pegelskalen
Bemerckten, müssen wir also bei technischen Verken
1) Die Zeichnung wird nicht in allen Hinsichten richtig sein,
_? aber dennoch ist diese Darstellungsweise die einzig richtige Methode,
die zu guten Ergebnissen führt, wei] es bei einer Zeichnung nicht
so leicht gelingt über zweifelhafte Stellen hinweg zu gleiten.
‘ Bei diesen Voraussetzungen ist die Miögliclilïeit grösserer Perio-
4 den in der Senkung nicht mit in Betracht gezogen, weil der Ver-
fasser darüber nichts mit Sicherheit zu sagen wüsste. Doch ist
mehr Licht auch über diese Frage sehr erwünscht; Pegelhühen
und WVurten können uns darüber belehren. Im offenen Y vor
Amsterdam haben von 1700 bis 1860 VVahrnehrnungen stattgefun-
den, doch sind diese noch nicht vollstündig ausgerechnet.