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dei·gut­ Zu diesem Thema macht übrigens Norman 'Iëlngell in iii;
diese i ,,'I`he Conieniporary Review/" (Januarheft 1920) einige Be- ;°;§
ciuli die l merkunïren. die nicht iibersehen zu werden verdienen. Er
ein. der l sazt, dalä sich in der Friedenspolitik der Allziierten zwei {gl;
zrsagen l Sti‘ömu·ngen gekreuzt hätten: eine. der es vor allem auf lil
die Efliolung l’ran·kreielis, Belgiens und Serbiens an- ï.=*;
‘ däuty komme, und eine andere, von Händlern und lndnstriellen
vor en, renräsentierte, die auf den allgemeinen ll/langel und eine
;en Re- Nlonopolstellung auf dem Markte spekniiere. Diese sei dr pil
«Virt­· Wied­erh·erstellung Deutschlands durchaus feindlich und
e vom habe an dem renelmäliigen lïingang der Kriegsentschä«di­
gung gar kein Interesse. Denn die Entschädigïing würde ,
lmichcn der Allgemeinheit zugute kommen, deï ileirxdelsvorteiil aber, `
der sich aus der Aussdiialtung Deutschlands ergebe, liege ; T
i falsch V. .. . . .
haben in ihremleigenenvlnteresse. Norman. Angell iugt hmziu, ik
mm zu dal! es diese zweite Stromung sei, die unter geschickter *g_
,,,,m,_ Ausnutzimg der Kriegsleidenschatten dan Sieg dev·onge­ I.
nu iene tragen habe. ;A
ebense Wenn schon ein Eiigländer so spricht, so wird man be- alg
H*"*d· ` greifen, daB sich aiueh in Deutschland die Meinung {est- V
Fw “"'d setzen konnte. das eigentliche Ziel des Friedens ven Ver- lig
,fs’;';)f?; sailles seilgar nicht die Wiedergutma.ch»ung, die mit seinen
das die Mitteln nicht lerreicht werden kann. sondern der ·Rum
m mid Deuzschlands im Interesse semer einstigen mdustnelleu
,s,,ym und kommerziellen Rivalen, die sich ietzt eines mine- {
sorgung quemen Konkurrenten emzlgültig entledigen wollen.
rm, dal! Die Frage des Friedens, seiner unveränderten Ausiïfh- iii
glï T3- ming oder seinerSRevisi0n ist daäiit ldargestellt als eine
’“° ° Frage zwisc/zen ozialismus und apiialismus, oder, noch
"l`;‘ê'd`C“ genauer, als ei·ne Frage des Klassenkampfes zwischen den
gan' arbeiitenden Völkern auf der einen Seite und gcwissen Ka­·
_ pitalïstengruppen auf der andern. Der Messe der arbei­ · nl
seines tenden Bevölkeruïig in dem einen Lande ist in keiner ini
:u ver- Weise damit gedient, daB es der Messe auf der andem
iftliehe Seite schlecht geht. Wenn es der Nlasse in einem Lande r
itrikter schlecht geht, so bedeutet das, daB sie ihre Arbeitskraft
gestelilt billig hergeben m·uB, und da-durch drückt sie auch auf die j [
zu be- Arbeitsbedingungen des andern Landes. Die Intei·natio­ g l
igültig, nalität der Arbeiterbewcung ist darum auch nicht nietä ‘ä§i i
tbsieht eine ideologische Formulierung, sonidern eine höehst prak- 3
tische Forderung, die um so dringender ist, wo es sich in L


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