HomeVon Versailles - zum Frieden!Pagina 75

JPEG (Deze pagina), 844.35 KB

TIFF (Deze pagina), 5.77 MB

PDF (Volledig document), 109.68 MB

.­ gi' `
ti Y 72
Q1 Y, des Sozialismns. Diese Ueberzeugung, die die sozial¢demo­ Cie:
i' I lrratische Partei mit ihm teilt, hat ihn dazu geführt, im Gel
{ Kampfe gegen drohende Gefahren Mittel anzuwenden, I
i g' deren Anwendung nur durch ·die äulierste Not gerechtfertigt Kri
; gjiiïi werden kann. Aber diese Not lag vor -­ das Ausland hat gig,
f leicht, gute Lehren zu geben! Im Kampf gegen den un- zia
i '$·'j ; ­ sinnigen Versuch einer Minderheit, sich gewaltsam der lan
li Staatsgewalt zu bemächtigen, sind leider von einer kriegs­ mii
l ’ verrohten Soldateska einzelne blutige Ausschreitun-gen be~­ ver
`, if ,« gangen worden, die ieder deutsche Sozialdcmokrat beiklagt we
und verabseheut, der Kampf selbst war nicht zu vermeiden, sel
{ f und di­e grundsätzliche Stellung der Sozialdemokratie m·ul3 Mi
_ von jedem gebilligt werden, der meint, daB Sozialismus mi
§`i=,éE,’i,j,l _ nicht Anarchie, sondern eine bessere Ordnung 1st. nn
§fgiigU' ‘ Der Putsch der Kemp un·d Liiltwitz hat gezeigt, daiä die dei
H`; (iefahr der militaristisc/zen Gegerzrevoluticm gröläer war, kl?
· j alg Noslre zugeben wollte. In diesem Verkennen liegt sein `·Y€
gfiäi F ’i Fehler. Aber daneben darf zweierlei nicht übersehen wer- CH
» den: erstens einmal, daB die äuläerste Linke der Arbeiter- da
{ bewegung durch ihre uniiberlegten Gewaltvorstölàe gera·de­ be
‘ zu zum G-elegäxilpeätsniëclier där RI;-zaàition ïegordeälisä {73
r E i und zweitens, a.» ie ntente ure en au eutsc an
! t i = ausgeübten Zwang, seine gewaltige Vollcsarmee binnen kür­ kr
, è" ii zester Zeit in ein kleines Söldnerheer umzuwandeln, die M'
J ill . Vorhedingungen für Sol·datenaufstän·de geradezu geschaffen , EC
Eli har. Den Häuptern des Militärputsches ist es nur deshalb €
_ gelnngen, die in Döberitz liegenden Truppen zur Meuterei 136
" . iii? # yr zu verleiten, weil diese zmmittelbar vor der Auflöszmg stan- i ë
la t l den. Naturgemäls sind es nicht immer die besten Elemente gb
tiïïëlig der Vol'ks‘heere, die sich nach vierjährigem Krieg bereit l Fa
i l zeigen, den Soldatenrock als Söldner weiterzutragen. i ZH
`§’li;li Fühlen sich dann diese Söldner in ihrer Existenz bedroht, KC
i 5 so ergibt sich daraus ganz von selbst die Neigung zu Wi«der­ m
' setzlichheiten un·d Ausschreitungen. Für die Ciegner der R‘
. Unterzeiehnung des Friedensvertrags war es ein I‘Ia­upt­ ïê
gilt argument, daB die von der Entente erzwungene Art der l D<
Uemobilisierung notwendigerweise zu Militäraufständen hf
g g fiihren rniisse ­- diese Prophezeiung hat sich jetzt auch am al
;§;,·§§` inl i·I,a;‘>p­Putsch bewahrheitet. Deutschand wird aufatmen, A
jy wenn der voryzjeschriebene Stand von 100 000 Mann ohne
weitere Störungen erreicht sein und das Söldnerheer eine D
_ï"`,,"` ll
·§ i
xiiiii i
iïiläxt kl
lgwiëiê
Wit ‘
** `ili
ri > ,
i Q ly ·
it, _