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Die Sozialdemekratie hat im Kriege den Kampf gegen wb
r den Militarismzzs fortgesetzt, indem sie gegen seine all- Em
r ç beherrschende Gewalt die Zivilgewalt ausspielte un·d nach Thi
çwgll J' Kräften zu stärken suchte. Wenn sie augensclheinlich die auë
gl Regierung stützte, so bemerkte das Ausland nicht, konnte { CTU
es nicht bemerken, dalä sie die Regierung gegen den Gene- taïi
; zi . ralstab stützte. Erst in den Sitzungen der parlamentari­ Sw
pittig ' sehen Untersuchungskommission der deutschen Nati0­ da?
{ Q'; * Halversammlung ist der ausländischen und selbst der deut­ mbt
K schen Oeffentlichkeit bekannt geworden, welcher zähe un- I‘
[ë,'§ïi;ï_| terirdische Kampf zwischen Bethmann auf der einen Seite, {L
Lud~en·d·0rff und Tirpitz auf d­er anderen Seite gefüïhrt übë
k wurde. Es war ein selbstverständliches Crebot der Taktik, Bçl
iälwlrij I daB die Sozialdemokratie in diesem Kampf nicht gleich­ gllê
gültig bI·ieb, s0n·dern die Ansprüche des Militarismus auf kaf
Alleinherrschaf‘t bekämpfte, indem sie deren Gegenspieler, So
r . die Zivilgewalt, unterstützte. Sie unterstrich durch Beifall Q HHC
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l rr sei und das wieder gutgemacht werden müsse ­­ ein Wort, M1
r da; gein hefägstlenkZ0rln dêr Allgeutschen erreäte T1 s.ie Q?
" *i er 0 eim eic s anz er orste ungen gegen ussc rei- £ C
ä r _ tun-gen der Kriegführung, die i'hr bekannt wurden, bewirkte ‘ dik
, l Q das Aufhören der belgischen Deportationen, setzte sich für gëä
’ _ eine gute Behandlung der Kriegsgefangenen ein usw.. Der · äC`h
rr, leitende Gedanke für den gröläten Teil der Partei war der, . Er
r daB die Sache der Landesverteidigung von der des Mi·lita­ r es
tF.. rismus und Annexionismus getrennt wer-den müsse, und L hifi
· J daB die Arbeiterklasse nur dann den Kampf gegen die mili­ ; ïw
, ‘ taristische Reaktion mit Ausslicht auf Erfolg aufnehmen r 1*
lim ii könne, wenn sie sich nicht dem Vorwurf aussetzte, im * zeu
5êiV`*iI,i K Kampf um die Sache des Volkes selbst beiseite gestanden ? run
K l zu haben. § Or·
nf Solche Gedankengänge mögen mancïhen ausländischen S dur
A _ Sozialisten als fehlerhaft und taktisch superklug erscheinen, § Brr
Hm ri man sollte aber nicht daran zweifeln, da.B dieienigen, die Rëi
EA sie hegten, es e‘hrlic'h mit ihnen m-einten, ; kfë
%i"';§ Die Sozialdemokratie hatte stets die Unterordnung der ZP
lf Militiirgewalt unter die Zivilgewalt gefordert, aber diese 2 DW
igiiiüg ii, ' Ferderunr; blieb unerfüllbar. solauge die Zivilgewalt nichts j del
anderes als eine Puppe war, die sich an den Fäden des t .L€‘
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