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“'W°’· L Der Ausnahmefall, durch den das Seläistbest*ïmmungs~ Ji
‘ V°H‘ recht in beschränlttem Umtang zur Geltung gekommen ï
_ ist, ist durch den Kriag geschtaiien worden. Der Krieg ‘;
êmêïl schaitt aber auch auläerordentliche Verhältnisse, die das "“
Slecht Ergebnis der Abstimmung beei·nïlus·se­n. Er wühlt die
-€‘Ch$‘ nationalen Leidenschaften auf und versetzt den besdegten Q
IS der Staat in einen Zustand, der das Verbleiben in seinem Ver- ft
Qande bande ­­ wenigstens für den Augeinbliek ·- als wenig vor- j i
QMS? teilhait erscheincn lälät. Dazu kommt im gegebenen Fall, r 5 ·i
th"' dal3 die Leitung der Abstimmung Behörden übertragen
lfachc wird, die von den Siesxerstaaten eingesetzt sind und 5
mel"` denen man im besiegten Staat un·be·dingte Unparteilichlteit Q;
B b‘f‘ nicht zutraut. Das Zugeliörigkeitsgettihl zum Staate Li
h em muB daher auBer0r·dentlic‘l1 h0c’h e·ntwicl<elt sein, wenn es ‘ ,
'0rZ“‘ sich trotz dieser hemmenden Momente bei der Volks:-1b-
stimmung siiegreich durchsetzen sell. Daher die Neigung
9 G6- bei dem besiegten Staat, die Volksa-bstimrnung bl0B als ein <
i mh- leeres Spiel zu betrachten, durch das seiner beabsichtigten E it
1H1€f· Verstümmelung ein demokratisdhes Mäntelcheh umge­ ,_
nner- hängt werden soil. ·~ ’
F , m Aut keinen Fall entspricht es den Grundsätzen der Völ- T
l<erdem0·l<rat·ie, wenn tg
VON deutsche Velksteile zur Aeniderung ihrer Staatszuge- r l
G€_ g hbrigkeit 0/me mda Befragung kommandiert oder gezwun- _ *
2 BB_ gen werden (Meïnel, Danzig, deutsch·polnisc‘h·e Cirenzbevöl­ {
lhuug kerung, ElsaB­L0thringen) und vdirekt oder l`1'l·Cll1‘€·l(t trein- Q
der Staatshoheit unterworten werden, g
mgs_ zusammen‘häingende deutsche Gebiete, die bisher der E
auch i deutschcn Republik nicht angehörten. an dem Beitritt zu , g
ghgrt ihr gewaltsant ver/zirzdert werden (Deutsehböhmen, Oester­ ` ‘
tsc‘h­ mich), »
‘theit deutsche V0l·kstei‘le unter fremde Staatsheheit gestellt f ;i
ings­ V werden und ihnen nur ein zmwirksames Proteszreclzt vor- s
Ltung behalten wird (Eupen­Malmedy), E
襤S’€ g deutsche V0l‘l<stei‘le zur Wahl ihrer Staatsangehörigkeit F
anze aufgefordert werd·en, obwdhl i‘hr rein deutscher Charakter · g
das ä zmzweifelhaft ieststeht (Saarrevier), E
ïmêr deutsche Volksteile viele Jahre lang unter militärische '
isêm Fremdherrschaft gestellt werden (Saarrevier und besetzte _ï
Gebiete). tt f
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