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die ‘ fvrmïe, wolïte man nicht wieder Me Disiiiussionen unten i ii
mg. sidh beginnen lassen, die vorläutig abigesehiossen zu haben-, Q i?
Lgs- der höchste erreichbare Erfolg der Dipiomatie war,
oeh Aber. was immer diie inneren Grünide des ungewöhnlichen {gj g
ein Veriahrens gewesen sein mögen, das Ergehnis bieibt dus
hrt, gieiche. Man hat ein demokratisch 0rgan·isiertes Volk in-
gel- mitten Europas in ein Verhäitnis gezwungen, das nicht nur fëfgg ;
neg mit den Verhäitnissen eines privatrechtlichen Vertrags
zwischen Cxieiehberechtigten nicht die geringste Aeh·nlic’l1­
un. keit bcsitzt, sondern auch mit den Ver'hältn·issen, die sonst
we aut Grunid von Friedensvierhandilungen und Friedensverträ­ {ir,
mg- gen zustandegekommen sind. keinen Vergleich aushält. Mit Lïêï
... Recht ist bemerkt worden, daB seit den Zeiten des, A1ter~ ”E
her imms ein ähnlicher Friedenssc’hl«uB in der Geschichte der
gw Menschheit nicht mehr zu verzeichnen war. Aber damais
zu- galt noch nicht derGrun·dsatz Rousscaus und der ffälïïöäiii gi
lgsc schen Revolution, daii niemand, kein Volk und kein Mensch,
mk das Recht habe, sich seibst in Skiaverei zn verkaufen.
aus Das deutsche Volk ist gewiiit, die übernommenen Ver~
pfiichtzungen innerhalb der Grenze des Mögiichen zu er- ii
ah- füllen. es ist sich aber auch dessen bewuBt, daB es sich
zu unter dem Zwang neder Kriegsdmhung zu mehr verpflichte! ·_
gm! hat, als es zu lcisten imstande ist. Es wird daher genötigt
gm- sein. bei der Ausfiihrung der Friedensbedingungen öfters q¥_
by- auf den Rechisgrundsatrz zurückzugreiien, daB niemand gi gg
eht über sein Können hinaus verpfiichtet werden kann. Es _ 4'i ïi
dm- wird sich zeigen. dáii es umnöglich ist, ein Volk ·dreii3ig Qi- ;
ngu Jahre lang mit FuBtritten zu Leistungen anzntreiben. die nii,
4;;- seine Kräfte übersteigen. Und erst auf Grand dieser Er- E
gm kennmis wird der wärieliche Friedensvertrag zwischen
dag gleiehberechtigten Vöikern zustan·dek0mmien, der aiiein
gw einen Zustand dauernder Ordnung in Europa begründen kann. ij
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heb Die zwei Gesichter der Ententepolitik. jin
im; Die Polittk der Verbündeten während des Kriegtzs ging
hw darauf hinaus. einerseits dem deutschcn V0l'k die Ueber­ ­ ('gf ï
ijch zeugung beizubringen, daB die kriegerischen Gegner seiner zif fg
her Machthaber nicht seine eigenen Feinde sei-en, an-derseits für
gw den Kampf gegen ieue Machthaher immer neue Bumi.es­ ` jfi sl
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