HomeVon Versailles - zum Frieden!Pagina 17

JPEG (Deze pagina), 803.05 KB

TIFF (Deze pagina), 5.87 MB

PDF (Volledig document), 109.68 MB

è
14
tv; schlüssen hatten völkerr-echtliche bislier wenigstcns die i i
l äuBerli·che Aehnlichlkeit, daB beide auf Grund vo-n Verhanal· :
_ii lzmgen zustande kamen. War auch die sachliche Vertrags­ <
, ` freiïheit des schwächeren Teils stark beengt, so wurde doch
wenigstens die Form der Gleichherechtigung, ohne die ein l
Q2 wirklicher Vertrag nicht zustan-de kommen kann, gewiahrt. 5
“ Die Wi·e­deraufna'hme friedlicher Beziehimgen wurde regel- 1
· mäliig damit eingeleitet, daB man sich ,,wieder zusammen r
je an einen Tisch setzte." 2
, Der Frieden von Versailles ist nicht durch Verhan~dl·un­ 11
ii gen. sondern auf Grund eines schriftlichen Diktats zustande a
jl ge‘k0=mmen. An seinem eigentlichen Charakter als Dikta£­ E
friederz - der das Gegenteil eines Vertragsfriedens ist ­~ F
g wird wenig dadurch geänidert, daB auf Grund deurscher T1
ig schriftllicher Ein‘wen·dun·,·:en, die in gröllter Hast erfolgen JN
l muBte·r1, einige wenig belangreiche Modifikationen der zn- E
{T vor formulierten Bedingungen vorgenommen wurden. Diese sl
ë; E Art des Verfzthrens mulite bei den Deutschen den Eindruck di
gg verstärken, dalä es in der Absicht der Sieger lag, sie aus
der Reihe der gleichberechtigten Völker zu streichen. pl
Es mag zugegeben werden, dali dieses brutale Verfah­ fü
lj ren weniger der Absicht entsprang, das deutsche Volk zu ui
Q`: ächten, als der Notwendigkeit., das Versailler Dokument, he
g ' das Ergebnis einer jahrelang qualvoll arbeitenden Geheim- se
Zliplomatie, vor der D·urchleuchtun.g einer öiientlichen Ver- ai
al handlung zu schützen. ll/lan konnte mit Deutschland nicht ül
Qi mehr verhandeln, weil man schon zuvor zuviel miteinander wi
l vex=h·an·delt hatte. Das Dokument von Versailles stellt eineu Ja
‘ l làusgleich der im·per.ialistischen A.rnb·ition·en unter den Ver- se
` bündeten selbst dar, ein sehr künstliches (lehäude. aus dem ke
kein Stein ‘her‘ausgenom·men werden durtte, ohne daB das gl:
i Oanze in Gefahr geriet, zusammenzustürzen. Der Friedeu cil
Non Versailles ist eigentlidh nicht zwischeu den Verhü·nde­ Q
ten und Deutschland, soudem uur zwbcázen den Vwbüw
_ heten geschlossen worden. 1
Darans ergi-bt sich zweierlci: Erstens, daB alle lnten
‘ cssengegensätze zwischen den Verbümieten auf Kosten f
Deutschlands auszeglichen wurden, das bei den wirlklichen da
lt Fried~ensverhan«dl·ungen gar nicht zuzegen war und sich zei
l” nicht wehren kontnte, u-n•d zweitens, daB man sich nachher M2
auf Diskussionen mit Deutschimd gar nicht alnlasseu dei
IQ
l
"
w