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schiüssen hatten völkerreehtïliche bisïher wenigstens die #
l li äuBerli»c`he Aehniichikeit, daB beide auf Grund von Verhand­ 1 $1*
" ll llmgen zustande kamen. War auch die sachliche Vertrags­ ‘ df
freiiheit des schwächeren Teils sterk beengt, so wurde doch i
wenigstens die Form der Gleiehbereehtigung, ohne die ein V<
wirklicher Vertrag nicht zïustande kommen kann, gewia’l11‘t. gl
El; Die Wie·deraufna'hme friedlicher Beziehungen wurde regel­ ‘ In
4i* mäiäig damit eingeleitet, daB man sich ,,wieder zusammen · m
" en einen Tiseh setzte." zr
Der Frieden von Versailles ist nicht durch Verhandl·un­ { ki
gen, sondern aut Grunn eines sehriitlichen Di/stats zustande l al
gekommen. An seinem eigentliehen Charakter als DiktaI­ j gi
V ,.i frieden - der das Gegenteil eines Vertragsiriedens ist ­- R
wird wenig d·a·dure'h geänidert, daB auf Grurud deutscher · W
‘­ schriitlioher Einrwendungen, die in gröliter Hest erfolgeu M
muBte·n` einige wenig belangreiche Modiiikationen der zn- 2'4
§_ _; vor formulierten Bedingrungen vorgenommen wurden. Diese · Si
Art des Verfathrens muBte bei den Deutsehen den Eindruck di
verstärken, dell es in der Absieht der Sieger lag, sie aus i
der Reihe der gleichbereelitigten Vöiker zu streielien. V D
gi/l' Es mag zugegeben werden, daB dieses brutale Verf2ïh­ ll
Zei ik ren weniger der Absieht entsprang, das deutsche Volk zu li
Q · ächten, aLs der Notwendigkeit., das Versailler Dokument, h
des Ergebnis einer ia'hrelang qualvoli arbeitenden Ge/zeim~ Sl
j diplomatie, vor der Durchleuehtung einer öifentlichen Ver- 3
fll lxzmdiung zu seliiitzen. Man konnte mit Deutschland nicht ü
1 mehr verhandein, weil man schon zuvor zuviei miteinander V
verh·an·delr hatte. Das Dokument von Versailles stellt einen J
" Yiusgleieh d-er imperialistisehen Armbitionen unter den Vet- S
l bümleten selbst dar, ein sehr künstliehes Gebäude, aus dem li
E kein Stein ‘herausgenorn·men werden durite, ohne dali das S
Ganze in Gefahr geriet, zusammenzustiirzen. Der Friedeu ‘<
{ Q von Versailles ist eigentliiczh nicïht zw·is·cil·e¤ den Verhünde«
’ ten und Deutschland. sondem uur zwisehea den ‘v/when- _
i heten gesehlossen worden
‘ Daraus ergibt sich zweierlei: Erstens, daB alle Inter.
? ‘ esscngegensätze zwischen den Verbündeten auf Kosten
;4 _ · Deutschlands ausgeglichen wurden, des bei den wirlclichen ‘
ï g i Fried­ensverhan­dl­ungen gar nicht zuzegen war und sich i
‘ nicht wehren konnte, und zweitens, daB man sich nachäher l
ut Daskussionen mit Deutschland ge; mm gigkagggg •
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