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[afb Dieses noch nie erlebte Schauspiel erlebt m·an hier. Es i
dan g zeigt sich demit, wie unmdglich es ist, Grundsätze des 7
mit 2; privaten Strafrerchts und burgethchen lgechts aut v0Zker­ A
der reçlzllxchei Vorgange mechanisch zn unertragen. Nach
Nêg Grundsatzen des burgerlxchen Rechts ist das Dokument ven
‘ Wersailles kein Vertrag, und kein Gericht der ·7s/elt wiirde
ziel- es als einen solchen enerkennen können, da einer der bei-
;üu_ i den flïeile duren das Verhalten des andeïn seiner Wlllens-
das j iteihext beraubt war. Will man das Dokument ven Ver- l
daB sailles dennech als Vertrag geiten lessen, so giut man de-
Un- mit zu," daB volkerrechthche Vorgange nzicih anderen
Juch li Gfllwdëäïzcn Zu behandeln SlTl'Cl als privatrechtllicne. Gilt das
den aber fur die Form, so gilt das noch mehr iiir den Inhalt.
und Darm durtte auch bei der Festsetçung det Bedingnngen, die
Han! I;'€¤ïSChlHn·d änierlegt wurden, nicht ï1ZlCH' den nrivatrecht~
{Cm hèchen Grundsatzen des Verschuldens und. der Haitbarkeit j
Um 3 tur den entstandenen Scha-den ergumentiert werden. l
;,.0_ · Seit Kriege geiührt werden, hat det Besiegte de·m Sieger
Een in Geld und Land Entschädigung gezahlt, nicht der Schul-
lj dige dem Unschuldigen. Die Zahlunggspilicht entspïang E;
*3 nicht ïichterlicher Erkenntnis, sondern den am Schluiä des ”
Q Krieges gegebenen Maclitverhältrzissen. Jeder Sieger ier-
,€l__ dert seine Eiente im Namen der Gerechtigke·it, aber diese ‘
rma Gerechtpigkeit ist eine andere als die, die auf Grund einer
9 ë unbeeimluläten Beweiseuinahme im Ausspruch eines imper-
_;ls_ l teiischen Richterszu V/otte kemmt. Das barbarische Recht
'ish g des Siegers hat mchts mit dem gemein, was von der ziv1­ 1
[ep A hsierten lVlensch'he1t sonst als Recht verstanden wird.
Wm Eine Annäherung des Völl<err­eehts· en das priyate kann ii
Cha _­; nur edadnrch erreichtnwerden, dall die Entscheidung im ·
agt i Streit einem unlparïensclzerz neuzralerznGerzcht ubertragen ~
md jg wird. lndem die allnerten und assoznerten Regierungen, ii
ihê entgegen den deutschen Vorschliigen, s-cwohl beider Ent- ·
hu, ‘ stehung des Friedens wie bei seiner Ausiührung iede M1t« t
m_ _ wirkung einer neutralen unpartenschen Rechtsprechung n
Im, q , ausschlossen, haben sie den wahren Charakter dieses Frie-
Cr_ r dens enthüllt, der ke1nMFrie·den des Rechts ist. t i
jc!. : Das.Fr1·edens1nstr·ument ven Versailles nähert sich nicht
Lm, i nur nicht dem, was man im Rechtssmne einen Vertiag
CI. nennt. sondern es entfernt sich ven ihm sogar noch weiter »
L als alle seine Vorgänger. Mit privatrechtlichen Vertrags­ i
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