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Lili auf dem gleichen Full mit den and-ern Völkern behandelt;
is il wäre für Deutschland ein nicht l·eic'ht zu überschätzender
i gt.; `Gewinn. W
Feftil Nicht minder ungeklärt wie Deutschlands Beziehungen
we zu RuBlan·d sind -­- wenn auch aus an·deren Gründen ­­ die ~ `'``
{45 zu den Vereinigten Staaten von Amerika. In dem Augcn­ A i
blick, in dem diese Betrachtungen nie·dergesc’hrieben wer- `
nl _ den, ist zwar schon der Frieden durch den Anstausch der · .
l bisher unterzeichneten Ratifiïlrationsurkunden in Kraft ge- `
treten, die Vereinigten Slaaren haben sich ihm aber nicht ­·
$g§;1·’ angeschlossen. Durch das Fernbleiben Amerikas würde
die Zukunft des Völkerbundes noch problematischer ge-
l staltet, und aus der Wiedergutmaehungskommission würde
gil, damit ein Mitglied ausscheiden, von dem ein unparteiisclr
Qài niichternes Urteil bei auitauchenden Nlciniingsverschieden-
tl; heiten am ehesten zu erwarten war. Auf der anderen Seite _
, könnte die völlige Herauslösung der Vereinigten Staaten
J; aus de·m Verbande der Alliierten und d·er Absdhlulä eines l
"besonderen Vertrages mit ihnen mögliclrerweise für beide
Teile ven Nutzen sein. Natürlich käme es auf den Inhalt ~
des Vertrages an. A
E; Das Verhältnis Deutschlands zn Amerika wird dauernd
i‘ durch eine falsche lnformierung der öffentlichen Meinung ,
geschädigt. Deutschland wird den Amerikanern zumeist
entweder als ein Herd des Bolschewismus oder - noch _
';_i immer - als ein Hurt des Militarismus dargestellt. Dar- ·
ii;. über wird die in der Mitte liegende Wahnheit übersehen,
gi; dal? Deurschlanrl haute eine Republik ist, die in ihrem in-
zzem Azzflmzz und in der snzialen Kultur ihrer Bevölkeruïzg
ig bedezztenrlere Aclzrzlic/zkci/en miz den Vercinigzen Smaterz ‘
. azzfweist als irgerzdeiiz anrleres Land der Welt. E
Ein aus wirtschaftlichen, et°hn·0graplhischen, ges.chi‘cht· i r
l ii lichen Ursachen e·ntspringen·der Gegensatz zwischeu «
J Deutschlan·d und den Vereinigten Staaten von Amerika be- Y
stand auch schon damals nicht, als d­ie deutsche Kriegs­
‘; und Handelsflagge noch auf allen Meeren we·hte. Es kann g
von einem solchen heute erst recht nicht mehr die Rede
sein, da Deutschland aufgehört hat, ein aktiver Faktor
der Weltnolitik zu sein. Daft es den ehemaligen deutschen
‘ï Machthahern gelang. die Vereinigten Staaten in den Krieg l
{ hineinzuziehen, war ein umgekehrtes Kunststück von sol- ,
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