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hö« l fluB auf ihre eigenen sein wenden. Man wind den Arbeitern
zen Polens schwer v-orent`halt»en können, was sich die Arbeiter _
mm Deutschlands errungen haben, umgekehrt wenden die Ar-
'er- beiter Polens l·;au·m jemals ein Lebensniveau erreáchen
res können, das über jenes der deutsehen Arbeiter hinausgeht.
ZH- Sie haben also das stärkste Interesse daran, in Deutschland
HD- r einen Bahnbrecher der soziialen Fortsdhritte zu besitzen,
and den es nur darstellen kann, wenn seine Wirtsehaft nicht
;ter durch eine destruktiv wirkende Ausfiihrung der Friedens-
den bedingungen vernichtet wird.
IWT Es ist nicht zu leugnen, dall die neue Grenzfestsetzung
im Osten die I.nteress·en un·d Empfindungen des deutschen
Der Volkes hart getroffen hat. Nur durch eine gereehte Be-
Bïl; handlung der unter polnische Herrschaft gefallenen deutg
blog sehen Minderlzeiten kann verhindert werden, dall die dart
1Ch auigerissenen Wunden immer wieder aufs neue zu bluten
ien, beginnen. Allzudeutlich ist hier die Absicht geworden, in
er- Polen einen Ersatz für das zerfallene Biindnis mit Ruil-
;sal l·and zu linden und durch einen Vertrag, der angeiblich den
·ol­ dauernden Frieden der Welt herstellen sell, giinstige Vorq
lies bereitungen für einen rnilitärischen Aufmarseh zu schaffen.
eh- l Aber diese Lösnng trägt alle Züge eines Provisoriums, denn
BH, östlieh hinter Polen steht immer noch das ungeheure `
mr Rätsel: Ruállarzd.
a¤· Der Gegensatz zwischen Deutschland und Rudland war _
{Ch vor dem Kriege ein deppelter: ers.te·ns einmal ein macht-
>l¤· politischcr, well sich Deutschland eben die Staaten als
F6, Brücken zum nahen Orient erhalten wollte, durch deren
ist. Zertrümirnerung allein RuBlan•d zu seinem imperialistischen
C-H, Ziel, der Beherrscnung des Ausgangs aus dem Schwar-
innd ‘ zen Meer, gelangen konnte, und zweitens ein irleeller, weil
路 i die Mame des deutschen Volkes im russischen Zarismus
dlë i ein seinem eigenen freilheitlichen Aufstieg feindliches Prin­ _
ZH Lip hallte und fiirchtete. Der Zusarnmenfluü dieser beiden
Vëü Strömungen hat im August 1914 dem Krieg gegen Ruil-
las land einen so starken Impuls gegeben, daB der gleichzeitige i
WF Anriïf auf Belgien und Frankreich nur als ein natiirlicher ,_
PUT Rücikprall emptunden wunde. Das Auge auf den Osten
Bft I geriehtet, von dem Willen beseelt, ·dal3 der Zarismus nicht
{lt- Herr über Deutse‘hlan·ds Schicksal werden dürfe, verlor i
U1- das deutsche Volk ïedes klare Uïteêl über das, was lm