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fgsij sich nun einmal nichïs ändern, d·aB das Zusam·mengeh& l 1
4 ïl rigkeitsgeiühl eines Volkes über die staatlichen Grenzen l
J hinaus emlpfunden wird, un·d dal3 der Schmerz, der einen l
i vit Teil trifit, sich durch den ganzen Körper hindurdh ver- l
hg breitet. Die Tschecheslowakei kann de·n Deutschen ihres l
{ii Landes nichts Unerträgliches zumnten, ohne dali diese Zn- 1
ff miltung von Wien bis Hamburg als Bedrückung emp­ i ·
‘ ,· iunden wiirde, und sie kann sich nicht zn Deutschland i
l ,'!_ _ feinldlich stellen, ohne innere Gegensätze geiährlichster ·
j Art aufzure=iBcn. Ihrer Staatslcunst wird es gelingen, den l
{gg T' richtigen Kurs zu steuern, wenn i­h·r die Grundsätze echter
Demokratie als K<>m·p=aB «dienen»·»·e 1
Egg; Gänzlich ungeklärt sind die Zustände im Osfen. Der
Frieden het ein grolies polnisc/zes Reich erstehen lassen; .
ml` nach J ahrhunderten des Unglücks ist den Polen der natio-
ziegigá nale Glückstern aufgegangen; aus dem Zusammenbrucli
‘ 1, dreier GroB=mäc‘hte lconnten sie ihren Staat wiederaufrichten,
_* 0*hne auf irgendeiner Seite auf nennenswerten Wiïder­ C
lj? stand gegen ihre Bestrehungen zu stoiien. Kein Schiclïsral
illustriert den Wechsel der Geschicke besser als das pol-
==,· nische. Aber noch beiindet sich östlich des neuen Reiches
alles im reii3en·den Fl·ul3 der Entwiclclung, und in abseh­ N
;Q· barer Zeit wird Polen,es vielleicht noch zu schätzen wissen,
wenn es im Westen einen Nachibar b-esitzt, der nicht nur
ig durch Ciewalt in Frieden gehalten wird, sondern de-n dan-
ernden Frieden in seinen Willen aufgenommen hat. Auch
ii, Polen hat deutsche Sprachgebiete in sein Stazitsgebiet ein-
iïg verleiht, und so gilt für es in vieler Beziehung dasselbe,
V/gi was schon von der Tsoheclioslowzikei gesagt worden ist.
Als Bürger PreuBens haben die Polen v·iel Unbill erfahrcn,
aber sie sollten nicht vergessen, daiä das neue Deutschland i
‘ nicht von den chemaligen Trägern der preuläischen Po-len- l
· fp politik, sondern von ihr-en (iegnern regiert wird. Wie die i
ig; Tschechoslownkei ist auch Polen daraui angewiesen, zu
k Deutscizland enge wirtschafiliche und geistige Beziehungen
'äl aufrechtz­uei‘halten, und es kann nicht wünschen, daB das
ni; Land, das zwischen ihm und den Länd-ern westlicher Kultur
die Verhindung herstellt, wirtschaitlich und sezial zur
if, Wüste gernacht wird. Vor allem ist es die Arbeiterschait l
if Polens, die damit rechnen mul3, daB die sezialen Verhält­
gf _ nisse der westlichen Nachbariänder von stäricstem Ein-
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