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V gs allen drei Seiten dringt das deutsche Sprachgebiet in ihr
dem Staatsgebiet ein. Ihr Personen- und Warenverkehr mit
iöyg dem weiter-en Ausland geht fast in allen Fällen durch
my deutsches Gebiet. D­urc'h Elbe un·d Order geht sein Weg
llcs zum Meer. Die deutsche Sprache ist neben der tschechi-
ben sehen die weitaus gebräuchlichste im Lande, so da.'3 sich
zgn der Tscheche in Deutschland viel weniger in der Fremde
wi. fiïhlt als im übrigen Ausland. Alle die·se unveränderlichen
36;; Tatsachen haben im Laute der Geschichte sogar dazu ge-
nen führt, daB Böhmen ein Bestandteil des alten Reiches deut-
me schier Nation, sogar eines seiner Zentren wurde, und daB
eht sieh auf einem Haupt die böhmische Königskrone und die
. ‘ deutsche Kaiserkrone vereinigten.
ren Die machtpolitische Künstelei, die die Tschecheslowakei
die zu einem Glied i·m ,,Rirzg um Deutsclzland" machen wollte,
nte muB an den geograplhischen und `historischen Tatsachen
ner scheitern. Die iunge Republik wind sich Deutschland ge-
lnd genüber nicht in eine Rolle begeben, in der sie stänidig auf
ïg- die Hilfe ein·es stärkeren Dritten angewiesen ist. Sie kann
gs- sich nicht dazu hergeben, der Bauer in einem diplomati-
gy. sehen Schachspiel zu sein, das von Paris aus gespielt wind.
en · Sie muB ihre Existenz und Selbständigkeit aui iestere
rg. Grunidlagè stellen als auf die Gunst,frem»der Nlacht'ha·ber,
im die sie durch dauernde Gegeneätzlichkeit zu ihrem Drei«
tn; seite·n­Nachbarn unid zu einem grotten Teil ilhrer eigenen _
er- Staatsbürger erkauien sell. Das sind Kartenhäuser, die
en zusammenbrechen. Tschechen und Deutsche sind wie in
gy der Tschechoslowakei so in ganz Europa darauf ange-
ife wiesen, miteinan-der zu arbeiten.
ag Wind zwischen ·den beiden Staaten das gute Verhältnis
gg hergestellt, auf das sie durch die Natur angewiesen sind,
gn dann brauchen die Deutschen der Sudetenländer nicht zu ‘
I;- iürchten, daB sie ihrem Muttervolk schaden könnten, wenn
ita sie ihre Kraft in den Dienst des neuen Staates stellen. Sie '
n- werden letzten Endes sich selber nützen, wenn sie nach
sd Möglichkeit zu tun unterlassen, was ein gates Eirzverneh-
tie men zwischen Deutschland und der Tschechnslowakei ‘
stören könnte. Auf der anclern Seite liegt es ebenso im
H. Interesse der Tschechen, nicht vor Deutschland als eine
ld Nation zu erscheinen, die einen deutschen Volksteiil mit i
uf der Faust des U-nterdriickers regiert. Denn daran läBt _