HomeVon Versailles - zum Frieden!Pagina 127

JPEG (Deze pagina), 842.08 KB

TIFF (Deze pagina), 5.81 MB

PDF (Volledig document), 109.68 MB

; `/J in `
" al
l y; Krieg auch keinen Angriif Deutschlands eriahren, und es a
I ll sind sehr weinig Kugeln zwischen den Armeen dieser beiden S
Siaaten gewechselt wonden. Schlieläliehz Italien gehört d
§ nl zu den Enttäusclzten des Weltkrieges, es weiB aus eigener d
' ),; Erïahrung, dall die Politik der Entente, die nach Versailles Z
führte, mehr von Geheimverträgen und mach·tpol·i‘t·isclhen S‘
{`M; Kalkulationen bestimmt war, als von den Grundsätzen
llï vollkommener Geredhtigkeit un­d Unparteilichkeit. ZWi­ fl
Xli schen Deutschland un·d Italien beste‘hen keine dauernden
j· Reibungsflächen, sofern nicht die italieniseh gewordenen fl
ll " Teile Deulsclz~TiroZs durch eine nationalistische Un·ter~ S`
gt drückungspolitik zu einer solchen künstlicfh gemaeht _ Sï
Qi wennen. · d
Viel eher bestehen solche Reibungsfläch-en zwisehen
Deutschland und der Tschechoslowakei, der dureh die Z
,’ Frie·densseh·lüsse von Paris weite, von Deutschen bewohnte H
Gebiete einverleibt worden sind. De·uts<:hl»an·d wir·d aber $‘
_l mit der Tatsache zu rechnen haben, daB der Völkerbund *5
den neugeschaiienen Staaten die Unversehrtheit ihrer Ge- d
". ii biete garantiert, und es könnte niernals daran denken, Los- S
; reiläungsbestrebungen zu fördern, diie zu blutiger Unter- 2
e i; drückung oder zu einem neuen europäischen Kriege iühren ‘ ~
müBten. Aullerdem sin·d die Deutscher: in der Tschech0­ C
slowakei, zumal in Venbindung mit der üïbrigen niich.t~ d
Nl tsoliechischen Bevölkerung dieses neugeschafienen ,,Klein«‘ S
Alt­_Osterreieh" stark genug, um die Respektierung ihrer S
Stellung als nationale Minderheit aus eigenen Kräiten Z
· li durchsetzen zu können. In Deutschland kann man nur d
,_.'l wünschen, daB es gelingen möge, ohne dauernde Kämpfe Fl
ái: den notwendigen gerechten Ausgleich zu finden, so daJ3
i dann die Deutschen in der Tscheehoslowakei mit ihren h
V ll tsehechischen Mitbürgern in_ ebenso gutem Einvernehmen d
gw]! leben könnten, wie Deutschland mit d·ie·sem neuentstan­ ll
.· $3 denen Freistaat als Ganzem zn leben wünscht. Die Deute S
sehen in der Tsehechoslowakei können Deutschland jeden­ V
Vl falls viel mehr nützen, wenn sie ein Verbindungsglied Il
Txgg zwischen den beiden Nachbarstaaten bilden. als wenn xie Tl
einen Damm feindlicher Absperrung zwischen si·e legen. S
ëïhi Die Tschechoslowakei befindet sidh in einer eigent·iim« I
l liehen Lage. Sie ist auf dr-ei Seiten, nördlich, westlich und D
siidlieh, von deutsclzen Staatsgebieten umgeberz, und auf d
L ;ll
til
I nl