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Il. T sollte es nicht miïglich sein, dah repnbiiiraniïvsche Gesiinrnmg h
;§ à «·_v _ ­ und gemeinsamer Wille zum sezialen Fortschritt Brücken 3
l ‘ ;,i ‘ schlagen, die ieder nati0nal·istisc’hen Hochilut standznhailten F
i vermögen? n b
i Als am 1. März 1871 in der französischen NatïonaTver­ E
if ’ sanmilnng die damaligen Friedrenspräliminarien debattiert 71
Q, .4 wnrden, hieli Victor Huge jene berühmte Rede, in der er Cl
~’ den kiixiitigen Sieg Frankreichs vexikündete, ·den weitern U
Verlauf der Dinge aber in dichterischer Vision f01gen«der­
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H maiäen schilderre.
Frankreich wird ansrufen: Deutschland, da bin ich! Simi lj
Q wir Feinde? Nein, ich bin dcirze Sclzwester! Die Völker biiden C
1 lp 3, nur ein Volk, eine cirzzige Republik, vereinigt durch die Brü·der­ ig
4 lichkeit; Seien wir die vereinigten Staaten von Europa, die S
universeile Freiheit, der universeiie Frieden! Und dann möge
fig; ·_ Frankreich zn Deutschland sagen: Wir sind Frezmde! Ich E
gy? j werde niemals vergessen, daB du mich von meinem Kaiser 1
,. beireit hast, ich werde dich von dem deinigcn befreien.
A d lcurzen Ans rach mit d Her C1 m · i I
Eng , us er ` n e. er r e encemx
i E: > der deutschen Frieden·s·delegati0n das Dokument von Ver­«
sil sailles überreichte, klang ein ganz anderer Ton. Nach L
‘ einem verlorenen Kniege mögen sich die Dichter in schönen l`
« .; Z­ul<units.bil·dern beranschen, nach einem gewonnenen haben
" 5 d·ie Geschäitsleute das Wort Und doch wird vielleiciht die X
V; in Zulrunit erweisen, dal3 iene Vision eines greBen Sehers
ii mehr als die Hhantasie eines unpraktischen Schvwärmers E
il; T. gewesen ist! E
Q .' Die deutscIz­fmrzzösisc/ze Verständigzmg, die immer enger E
. il wendende Verbindung zwischen den be·i­d·en Nachbarvölkern ;
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.-4 g ­- es gchcrt liente noch Mut dazu, von ihr zu reden -­·
würde das Antlitz der alten ‘/Velt mit ei.nem Schlage ver­« ä
il § il ändern, sie a·Llein vermöchte einen Zustand zu schaffen, der
EF.) fz _ den Ausspruch rechtiertigen könnte, dah die schrecklichen E
), l! Lehren und Opier dieses Krieges nicht ohne Frucht ge«
xl biieben sind. ‘
P; j Der Gedanlke der dentscl1­i1·anzös=ilschen Verstän·di.gung. E
wie ihn die deutsche Sozialdenickratie vertritt, wind ver-
dnnkelt durch die Lehren einer kleinen Gruppe, die sich _
die ,,k0ntinentalpoiizisclze" nennt und der als Ziel die Ver-
«i‘‘· Q; einigung der europäischen Kcntinentalvölker vorschwebt,
li ii die dazu bestïimmï sein sell. dem erzglischen Weltreicfz ein {
i, Ir in Gegcngewicht zu bieten. Die deutsche Sozialdemcikratie l
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