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dm Unter diesen grundsätzliehen Ferderungen ïst keine, die
,dm· nicht im Rahnnen des Vertrags von Versailles -- sei es ;
ml, durch verständnisveile Ausiiihrung, sei es durch Sender-, `
Sm] abkeninien zwischen den beteiligten Staaten - erfiillbar t
dm, wäre. Es ist keine unter ihnen, die die erworbenen Rechte _
auf der Siegerstaaten auf bisher dentsches Ciebiet oder Gut ‘
pat- 0der ihren Ansprueh aut Wie·d,ergutmael1·iing antastet. Es
ist keine unter ihnen, durch deren Vertretnng sich ein So-
lm zialist in Gegeneatz zu den wirklichcn interessen seines
ran, eigenen Landes begeben wiirde, Sie sind v‘iel·niehr alle ge-
Zu eignet, den wehrcn interessen aller beteiligten Völker zu
dienen.
{cu, Was immer die Zuluurtt bringen mag, so vwind das
hm deutsche Volk dech nidht auflhören, eine Relle in der Ge-
m._ schichte zu spieien. Cierade der Weltkrieg und sein Aus-
gang haben gezeigt, ·daB seibst kleinere un·d schwächere
biet Völker nach jahr‘h·un·derte1·anger Zerre·iBun;: und Unter-
giga driicknng i'lir eigenes Leben be'h·alte·n und daiä i'lire Fre·und­
dm. schaft auch den M.äcbtigçste·n erstrebenswert, ihre Fein·d­
b€_ schaft geiälirlicïh werden kann. Wer vermag zu sagen, ·
wie sich nadh dem Abiani eines halben Jahr'hun·derts die
[Cm Venhältnisse auii unserm Erdteil und in der Welt gestaiten
am werden?
Wa- Die Feindschaft ztvischen Deutschland und Fmrikreich
ge- war seit Jahrhunderten das Ungliick Eurepas, und stets hat . -
uw die Wage der Nlacïht zwischen den beiden Völkern ge-
ipd_ schwankt. Der Sieg war der Vorbcte späterer Niederlage,
g6_ die Niederlarze das Vorzeichen des künitigen Siegs. Keines
in rder beiden Völker vermag das andere sc vellständig und
_ dauernd zu tiberwinden, daB ·der l‘1ai3 des andern seinen
.CI._ spätern Generationen nicht gefährl·ic'h werden könnte. Ein ‘
we Frankreich, d·as in Deutschland den Geist der Revanche
mg züchtete, würde sich an seinen Kindern und Enkeln anis i
Oh_ schwerste versündigen. ,
gm Für den dauerniden Frieden zwischen Deutschland und L
zu Frankreich hat die deutsche Revolution die giinstigsten i
Voraussetzungen geschaiien, denn sie h·at den Nationalis- ‘
a,._ mus in die Ecke gedrêingt nn·d den Gegensatz der Regie- L
am rungsiormen zwischen den beiden Staaten beseitigt. Zum ,
ig, erstenmal in der Weltgeschiehte biidet der Rhein bei
Straiäburg die Grenze zwischen zwei groüen Iêepzibliken., g i
ei
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