HomeVon Versailles - zum Frieden!Pagina 120

JPEG (Deze pagina), 824.92 KB

TIFF (Deze pagina), 5.79 MB

PDF (Volledig document), 109.68 MB

H7 ­
¥tC1"· geht. Sie weiB,·daB der Versnoli, die kapiiEal‘i·stisc'he Witt-
Ym" sc'ha'ft der ganzen Welt mit einemmal in eine sozialishische E
*1S$‘€· umzustellen. eine allgerneine Stockung der Procluktion und `
und 1 d-amit eine Welthungersnot hervorrufen würde. Solche t,
AI" erste Resultate einer allgemeinen Weltsozialis:ieru­n·g 1
This würden die Völker derart absclireeken, daö sich iihre
Mehrheiten zu entschiedenen Gegnern des Sozialismus
das 1 wandeln wiirden, und dali dann die Sozialisierung an dem
land Willen der Völlker selbst scheitern mülite. D·ie deutsche ­ `
zhen l Sozialdemokratie bekennt sich daher zu den Meëhoden der 1
Eine · sozialen Reform auf dem Boden des ·demoi«:ratischen Prin« i
che- l zips in der Ric‘ht·ung zum Sozialismns. Sie will die plan- ·
1919 1 mäläige soziale Reorganisation der G­esel*lschaft in dem
ï1€¤· 1 MaBe, in dem ihre Norwendigikeit von der Mehrheit der Be- 1
ond 1 völkerung eingesehen wird und unm-ittelbare práqtische Vor-
=1ner 1 teile für die arbeitende Menschheit, Vorteile, die sich in ver-
çnet, 1 besserten Arbeitsbedimsungen und erihöïhter Lebenshaltutng
vöi- ausdrüclcen, von ilhr zu erwarten sind.
Die d·euts«ch=e Sozialdemolcratie kann in diesem Sinne
keinen Gegerzsatz zwischen sozialer Revolution und so-
zioler Reform anerkennen. Die soziale Revolution ist in
ihren Augen eine Kette von methodisch an~ei·nein·der ge-
re·i'hten sozialen Reformen, die in demokratischen Ländern
_ l auf dem Wege der Gesetzgebung und Verwaltung, ohne
l¤·d@ Crewaltanwen•d’un­g, zu erreichen sin·d. Sie glaubt nichit, ­ ·
tent d.aB der Weltkrieg den Kapitalisrnus in allen Ländern zum
tus- plötzlichen jähen Sturz reif gemacht hat, sie ist aber der 1
und Uberzeugung, daB er in allen Ländern das Tempo der so- '
wm zialen Revolution, in deren Zuge wir uns seit Jahrzehnten 1
icïhe befinden, gesteigeri; hat. Sie wünscht die engste Zusam- .
zem menarbeit mit den Sozialisten aller Länder, die auf ·dem- ·
des selben Boden der Uberzeugung sitehen wie sie. 1 ‘
Entsprechend dieser Auffassung kann sie sich auch von 1
the- gewaltsamen Methoden bei der un·vermei·dlichen Revisien 1 1
ellen des Friedens nichts erwarten. Sie hofït aber, ·daB in allen .
rem au·sschlaggeben·de·n Länclern in absehbarer Zeit Sozialisten i ‘
im und auirichtige Friedensfreunde zu bestinimendem Ein- `
WF fluli gelangen wenden, die ihre Uberzeugunen teilcn und `
1 1 mit ihr die gleidhen Ziele verfolgen. Dazu scheint unter ,
icm W Gleichstrebenden die Anerkennung folgender allgemeiner ’1
utze Grundsätze notwendig zu sein: 1 1
li
1 ni z