HomeVon Versailles - zum Frieden!Pagina 11

JPEG (Deze pagina), 775.54 KB

TIFF (Deze pagina), 5.70 MB

PDF (Volledig document), 109.68 MB

t`/_..,.,,,,_W,,w,,....i. ..&. ..i.­..N,·«W·w.·~­-­-..­·­­­­ r«-- ­- -· · I?
i ii ii
= · 10
fl Diese Wünsche waren nicht ersï während des Krïeges ent- K
‘ F standen, son·dern schon lange vor ihm da, zum Tei·l schon J d`
· Jahrhunderte alt. Ihre Erfülhing war durch kein anderes =d·
Mittel möglich als durch Ciewalt. Die Besonnenheit der g
li Führer lronnte eines Tages von einer nationalistisehen Welle d
über den Haufen gerannt werden -­ und dann war der l st
Krieg da auch ohne die Unbeson·nen‘heit der deutschen Fü·h­ w
E. rung. Die Entente hat die Entscheidung nicht gesucht, als ïï V
sie ihr aber vom Wahnwitz der deutschen Regierung ange- si
li boten wurde, hat sie sie angenommen und bis zu ihren Zie- Ii
len durchgeführt. '§ r<
Hätte das deutsche Voik vor dem Kriege an die unbe- Q Sl
dingte Friedensliebe seiner Nachbarn geglaubt, se hätte es
ägii keine Macht der Welt in den Knieg treiben können. Dieser l C
gl Glaube ht ab-er dem deutschen Volke gefehlt, und dem E id
_;g objeirtiven auslän·dischen Beurteiler bleibe überlassen, dar- if ix
über nachzuidenken, ob er iiberliaupt vorhaniden sein konnte. j n
'·" Deutschland, durch die dilettantische Politilr seiner Füh- E
rer auf das Bün·dn·is mit dem altersschwachen Oesterreich ü
1J angewiesen, sah in der Evhaltung dicses Staates seine ein- jl F
eige Rettung, an seinem mcrschen Bau rüttelte aber die G
j groiäserbische Bewegung. Serbien war mit Ruliland ver- 5 " S
li bündet, Ruhland mit Franlkreich. Ruläland muläte für Ser- ïl
` ,j bien eintreten, wenn Oesterreich den Bogen überspannte. G
» Deutschland glaiibte für Oesterrelch eintreten zu miissen § Wi
Q und geriet dadurcii in Gegensatz zu Rulïland, der Krieg S
ll zwischen den Zentralmächten und Ruliland m·uBte auch E
{ii Frankreich auf den Plan führen, auch wenn sich die deut­ gl
sehen Machthaber mit ihrer Kriegserklärung weniger beeilt i F
ïllï; hätten. An der Kette der Bündrzisse wurde ein Volk nach E
dem andern in den blutigen Tanz gezogen. Rul'3lan·d aber fi U
L war der Hert der Reaktion, und man wird es heute viel- fl S
l leicht im Auslande begreifen, dah das deutsche Volk ,,die ‘* il
russische Dan1pi`walze" nicht widerstandslos über seinen C
Leib rollen lassen wollte. Der Kampf gegen den Zarismus F
gehörie zum Programm der deutschen S-ozialdemokratie, S
li niemand hatte ihn ieuriger gepredigt als Karl Liebknecht i ii
i·o‘ 4 und Rosa Luxemberg. Karin man sich danach wundern, l Y
dah die deutsche Sozialdemokratie nach Ausbruch des ä C
gft Krieges, den sie vergebens zu verhindern versucht hatte, in Y
‘ keine Neigung zeigte, den Sieg des Zarismus zu fördernä E
i ünää J
rif
-

Qi ` .
is _ x , . _