HomeEin Vorblick auf das Jahr 2000 oder ein Tag in einer Strafanstalt des XXI. JahrhundertsPagina 68

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I Willst Du Dich gesetzt haben, ich danke denn,
ein schöner Klapphut, auf dem Du sitzt. Sieh
lg, Dir geiälligst mal die Bescheerung an, die Du
ni angerichtet hast." Ich machte Licht an. Meine
g Fran hatte ja wie immer, sc recht! Ich hatte
i mich aus meinem Bette, in dem ich mich unruhig
i hin und her gewälzt hatte, heraus gewälzt. Aber ,
ich war nicht, wie mir eine freundliche Phantasie ig
; vorgegaukelt hatte, auf den Klapphut, den man
ja auch im täglichen Leben nicht ver seinem
Nachtlager stehen zu haben piiegt, sondern auf
I ein anderes, üblicheres Werlxzeiig, auf meinen, j
sit venia verbo, Nachttopf gefallen, der allerdings
ebenso machtlos vor der Vehemenz des Falles in ,
· sich zusammengeknickt war, wie das mein Hut
gethan haben würde.
Mit schmerzendem Kopf und schmerzendem
andern Körpertheil krcch ich frierend wieder
unter meine Bettdecke, begleitet von der harm-
losen Frage meiner besseren Hälfte, Wie viel f
Glas Bier ich getrunken hätte.
.,,Drei beim Abendschoppen und sechs auf
dem Gefängnissk0mmers“, antvvcrtete ich schon
wieder halb im Schlaf.
I ,,Als0 auf deutsch neun", addirte meine
2 Gattin, ,,na, dann ist es kein Wiiiider, dass Dich
Dein böses Gewissen nicht ruhig schlafen lässt.
J; Sei nur frch, dass bei dem Sturz keine edlen
Körpertheile verletzt sind." ,
I , ,,QIa°°, sagte ich, ,,Du hast Recht, holdes Weib.
‘ I Der Zuchthausdirektcr, der an Stelle der Blech-