HomeEin Vorblick auf das Jahr 2000 oder ein Tag in einer Strafanstalt des XXI. JahrhundertsPagina 60

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was ihm denn zugestossen sei, da erklärte er,
das Beefsteak, welches sein Nachbar auf dem
Teller gehabt habe, sei noch ganz roh und blutig
i gewesen und er könne kein Blut mehr sehen.
Der Mann war seit einem halben Jahre auf strenge
Milchkur gesetzt, und er, der durch sein blutüber-
i strömtes Gpfer nicht im Mindesten gerührt
l wurde, er war so weit in dieser kurzen Zeit
` verwandelt. Das ist doch gewiss ein schöner
i Erfolg der Milch. Und wo Milch allein nicht t
hilft, da setzen wir den Mann noch ausserdem
, auf reine Vegetarianerkost. Dieser doppelten
l Bearbeitung widersteht auf die Dauer Niemand."
j ,,Das glaube ich“, gestand ich bereitwillig
g zu. ,,Das mit der Pflanzenkost ist mir auch ganz
plausibel. Ich habe noch nie einen blutdürstigen
i Vegetarianer gesehen. Kein lebendes Vl/esen das
nur von Milch und Pfianzen lebt, wird sich an
seinem Mitwesen vergreifen; das lehrt ja schon t
die Naturgeschichte."
i ,,J a und die Kriminalstatistik, fügte der t
e Direktor hinzu. Auf den bei Gericht zum Zwecke
der Statistik auszufüllenden Fragezetteln ist schon l
seit geraumer Zeit bezüglich der wegen Körper­ Z
verletzung Verurtheilten nicht nur nach Alter, l
‘ Beruf und Familienstand, sondern neben seinen
Erwerbsverhältnissen auch nach seinen Er-
{ nährungsverhältnissen gefragt und es ist nie l
, einVegetarianer unter denVerurtheilten gewesen.“
` ,,Ja, und wenn einer darunter war, dann
A ist’s gewiss ein imitirter gewesen, einer der heim-