HomeEin Vorblick auf das Jahr 2000 oder ein Tag in einer Strafanstalt des XXI. JahrhundertsPagina 45

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anständigem Wege los wird. Da jetzt durch-
schnittlich jedes halbe Jahr die Armee mit einem
neuen Gewehr versehen werden muss, wenn sie
bei den riesenhaften Fortschritten der Erün­
i dungen auf diesem Gebiet nicht von den Nach-
barn überholt werden will, so würden mangels
solcher Vervvendung der alten WaH`en die Räume
zur Aufbewahrung fehlen. N ein, unsere Gewehre
" in der Anstalt sind ganz alte Dcnnerbüchsen. i
Sie schiessen noch, wie sie bemerkten, mit
i Pulver, sogar noch mit rauchendem. Die Armee i
schiesst jetzt mit Kchlensäure oder Elektrizität.
Ihr Gevvehr knallt nicht, raueht nicht, stösst l
nicht. . ."
,,Und triift nicht,“ fügte ich ein.
,,Mag sein," meinte mein Führer, ,,auf jeden
Fall schiesst es kclossal rasch. Uebrigens ist
man sogar eine Zeit lang mit dem Gedanken 1
höheren Ortes umgegangen, die ganze Insassen­
schaft der Zuchthäuser derart militärisch zu
crganisiren, dass man - es war das zu einer i
Zeit, wo man in Folge der Klagen wegen schreck- i
licher, durch die hcch entwiekelte Gefängnis­ g
arbeit verursachter Konkurrenz zuerst die Frage
nach anderweiter Regelung der Thätigkeit des I
Sträflings ventilirte - an Stelle der Arbeit
Z _ zwangsweise militärisches Exerzieren einführen l
wcllte. In Amerika hatte man das schon hier l
und da im vorigen J ahrhundert gethan. Man ,
hatte sogar die erfcrderlichen Ofiizier- und Unter- ,
offizierstellen mit Sträflingen besetzt, und ein
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