HomeEin Vorblick auf das Jahr 2000 oder ein Tag in einer Strafanstalt des XXI. JahrhundertsPagina 43

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die Mitte desbreiten Hcfes erreicht, da brachü
es aus dem seitwärts liegenden dichten Gebüsch"
mit wüstem Geheul auf uns ein. Eine Schaar
bis an die Zähne bewaifneter; wilder Grestalten
stürzte mit dem durch ein blitzendes Baycnnett
gezierten Gewehr auf uns los. J ede Deckung
geschickt benützend, krcchen und schlichen Andere
näher. Da - ein Schuss fiel, ein zweiter, ich
wähnte die Kugel an meinem Ohre vcrbeipfeifen
zu hören, und während ich v0ll starren Entsetzens
mein letztes Stündlein gekcmmen glaubte und ”
unfähig zu fliehen mich schlctternden Knie's an
meinen Führer festklammerte, da brach es wie t
ein Höllensabbath um uns les, ein ohren-
betäubendesiSchnellfeuer. ,,Hilfe,esbrennt", schrie
ich vor Entsetzen auf, dann hörte und sah ich
nichts mehr; es wurde mir schwarz vor den ï
Augen. °
Als ich aus meiner Betäubung wieder zn
mir kam, war Alles wie ein Spuk verschwunden; i
mein Führer versicherte mich auf meine diesbe-
zügliche Frage, dass ich noch lebe und lächelte
ganz behaglich und scheinbar mit einiger Ironie
über meine Angst. 2
,,Um Himmelswillen, was war das !?" das war *
das Einzige, was ich zunächst vorzubringen ver- ,
` mochte. <
"Regen Sie sich nicht unnütz auf", beruhigte f
mich mein Führer. ,,Sie haben eben Bekaimt­ Z
schaft mit einem unserer Vereine, dem Gefängniss- ·
kriegerverein gemacht. Hätte ich daran gedacht, A
3* ii

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