HomeEin Vorblick auf das Jahr 2000 oder ein Tag in einer Strafanstalt des XXI. JahrhundertsPagina 37

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gilt es auch den Abschied für eine Reihe morgen
Yi zu entlassenden Insassen der Anstalt."
Da ich mich im Besitze des Hausschlüssels
befand und mein Führer versicherte, um 11 Uhr
c sei der Zauber zu Ende, sagte ich mit Freuden zu.
,,Doch nun kommen Sie, wir wollen noch
einige meiner Bekannten besuchen und so die
kurze Spanne Zeit bis zum Beginn des Festes,
der auf 7 Uhr angesetzt ist, benutzen. Sie werden
bei diesen Besuchen sehen, wie blühend und frucht-
bar im schönsten Sinne des Wortes die Gefäng­
nissarbeit sich heute gestaltet. In die höheren
Stockwerlve führe ich Sie gar nicht. Da ist
äusserlich die Arbeit in den Bahnen geblieben,
in denen sie sich früher auch bewegte. Da finden
Sie das Handwerk vorherrschend. Da wohnen
Schuster, Schneider etc., welche nur nicht mehr
wie früher auf Rechnung der Anstalt oder eines ;
Unternehmers arbeiten, sondern auf Bestellung
der übrigen Sträflinge thätig sind. Die Anstalt
deckt auf diese eintache VVeise die Bedürfnisse
der Insassen selbst, ohne die freien Gewerbe zu U
schädigen, denn Angebot und Nachfrage regeln
sich so ganz von selbst. - Doch bitte, treten ‘
Sie hier mit mir ein.“ _
Ich blieb zuerst erstaunt auf der Schwelle ’,
des Zimmers, welches mein Führer öffnete, stehen. i
Das war nicht die Behausung eines Stràflings,
sondern ein lïleines Gewächshaus. J edes Plätzchen,
das der Luft und dem Licht zuganglich war., à
besonders die treibhausartig vorgebauten, nach L
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