HomeEin Vorblick auf das Jahr 2000 oder ein Tag in einer Strafanstalt des XXI. JahrhundertsPagina 32

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zwungene Arbeit, die in die neueren Anschau-
ungen von den Menschenrechten des Strällings
nicht mehr hineinpasste, wurde zu drüekend. Die
Sträiiinge liessen sich schliesslich die Saehe
nicht mehr gefallen. Eines Tages ~ es war in ­’
_ einem der vielen Jahre, in denen das zu den alltäg­
lichen Ereignissen in Deutschland gehörte - brach
wehl vorbereitet in allen grösseren Anstalten
ein allgemeiner Strike ans. Die überraschten l
Direkteren mussten die Forderungen der Aus-
ständigen gewäliren und die Zwaingsarbeit wurde
abgesehafft. Jedem ist heute gestattet, dasjenige lg
und soviel zu thun, als seinenN<-zigungen entspricht. Y!
Und wenn Sie die Direktoren fragen, sc werden M
Ihnen dieselben zugestehen, dass damit alle X
Klagen der Vergangenheit wie mit einem Schlage i
weggefallen sind. lWenn der Sträfling arbeitet,
sc geschieht es mit Lust und Liebe, die Klagen
über die Konkurrenz der Gefängnissarbeit haben i
aufgehört, lïurz allen Betheiligten ist geholfen.
,,Was hat 1nan denn aber mit den grcssen i
Arbeitsälen gemaeht“, fragte ich?
,.Nun, die standen zunächst leer. Später aber, w
als man zu grösserer Klarheit darüber kam,
, welche sehädliehe Folgen die Isclirung für den ,
I Sträfling habe, dass sie ihm die Fäihigkeit, sich
unter Menschen zu bewegen, völlig raube und
ilin untauglich machte für die Zeit nach der
· Entlassung, da hat man diese Säle auf das Beste ,
benützt, indem man sie den Klubs zu geselligen
und anderen Vereinszwecken überliess.‘“
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