HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 7

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« lmftigkeit und Glztubenstreue. Ein klares, ensclmulichos Bild vom
i flI1SSC1`G1lAIlSSCllO11 der Stadt wird uns durch den aus dem Jahre
153l stïumnondcn Stmllrplsui dos Anton von Worms vermittelt.
Der Rhein ist bedeckt von einer grosscn Monge stattlicher Handels-
schiiïe, die aus Nord und Süd die mennigfechsten Waztren nach
Köln gebracht liaben oder Ledung für andere Hztndelsplätze und
{ Consumtionsortc einnehmon. Dztzwischen schieben sich in nicht
I unboträclitliclior Zahl grösserc und kleinere Fehrzeuge, welche
F dus den beimchbcrtcn Ortsclmften Gemüse, Obst, Milch, Holz,
Kohlon und andere Hztushztlts-Bcdürfnisse zu Markte bringen und
den Persononvcrkelir zwischen Köln und de11 näher oder ent-
{V. fornter liegenden Rheinstüdten vcrmitteln. Von besonderer Zior
i und Pracht ist des sogeiizmiite Rathsschiff, welches nur dann vi
i seine Segcl lichtet, wenn die Ratlisherren eine Festfehrt auf dem
Rhcine verztnstztlten, oder wenn eine stüdtisclie Geszmdtschaft in _s,,
öifentlichon Angelogenheiten eine Reise nach dem Hoflager des
Kzrisors ztntritt, oder einem fürstlichen Gaste feierliches Geleite Q T!
gegeben wird. Ein besonders lebhaftes Treiben zeigt sich bei
` de11 Fehrzeugen, welche Personen und Wziztren für die Frank-
QW furter Messe einnehmen, oder für die Reise einer städtischen
" GGS£,l1Cli2SCi1£`tfi3 vcrproviantirt werden. Gewölbediencr und Knechte i
_; sind beschäftigt, die schweren Ballen, Füssor, Kisten und Fardel
K einzuleden, wïihrend diensteifrige Mëigde Körbe mit Getränken,
‘ Schinkon, Rauchficisch, Eiorn, Hàiringen, Bückingen, Gefiügel I
cs Gemüse und Brod in die Schiffe schleppen. Auf dem schmzilen
‘ Ufer bewegen sich in buntem, wirrem Getriebe Schiifspzitrone,
‘ Kztuflierren,Ruderknochte, Kzmfinzinnsdieiier, Fischer, Obsthàindler, ` i
g Seckträger, Salzherren, Selzmesser, Kornmüdder, Leizähler, Holz-
messer, Kohlmüdder und andere vom Rheinhandel lebende Be-
E dienstete durcheiiiender.
§ Hinter dem Werft, auf welchem vom frühen Morgen bis n i
zum spátten Abend ein buntes, vielbewegtes Leben herrscht, zieht
‘ sich vom stattlichen Beyen bis zu dem zierlichen Thürmchen der
A östliche Theil der im Anfange des 13. Jehrhunderts aufgeführten
S stolzen, kräftigen Stadtmeuer hin. So oft die Gefahr nahe ge-
ä, treten, dass Mauer und Thürme dem Ansturm der immer mehr
‘ li feï‘
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