HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 49

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5, drohte völligen Einsturz, wenn nicht auf eine gründliche Reparatur V i ii
Bedacht genommen wurde. Sulpiz Boisserée war es, der die Auf-
ii merksamkoit aller Kunstfreunde auf den bedrohlichen Zustand
des Kölner Domos liinrichtete. Es gelang ihm 1814, den Kron-
Q prinzen von Preussen für den Gedanken einer Restaurirung des
Domcs zu begeistern: Eine kräftige Untorstützung fand er an der
i machtigen Slimme des grossen Patrioten Joseph Görres. Auf Be- sg
ä treibon des Kronprinzen beauftragte der König den Oberbaurath·
Schinkel, den bauliehen Zustand des Domes an Ort und Stelle zn _‘ ;_,
l untcrsuehen. Auf Grund von Sel1inl~:el’s Gutachten und Vorstellungen
E hefahl der König, ,,dass das Vorhandene erhalten werden sollc".
i Erst im Jahre 1823 wurde mit den Restaurations-Arbeiten unter ,_,A
Leitung des Ban-Inspeetors Ahlert bcg0nnen,Anfangs schwach, scit
1.825 mit erhöhter Kraft. Nach Ahlert’s Tode wurde 1833 dor
Landbanmeister Zwirner mit der Leitung der Dom-Arbeiten bctraut. I
ii Das Bewusstsein, dass die Augen aller Kunst-freunde in ganz =1
Europa auf ihn sich richten wiirden, spornte ihn an, alle Krafto auf-
zubieten, um seine Verpfliclitungen in vollem Maassc zu erfüllon.
Es gelang ihm, eine Bauhütte zu grunden, die sich bald des ersten
. Rufes in der ganzen civilisirtcn Welt erfreute. In ihr wurden
ï Kräifto gebildet, welehe jetzt zu den gefeiertesten Meistern der
ë gothischen Baukunst gehören; es sind dies: Vincenz Statz, Fried-
1* rich Schmidt und Franz Schmitz. Zwirner schwang sich zuerst 1.
zu dem Gedanken auf, den Dom ganz aufzubauen. Nach seinem Iiï cë
ä Anschlag sollten sich die Kosten auf 1,200,000 Thlr. belaufen;
· sein Plan liess °allen ornamentalen Schmuck und die Gewölbe
aussor Riieksicht. Die Dombaufragc wurde bronnend, und es
ig gelang, eine allgemeine Begeisterung für die Fortführung des
il herrlichen Werkes anzufachen. In Köln wurde 1840 der Gedanke
I. angeregt, durch Gründung eines Dombau-Vereins der allgemeinen ,
Begeisterung für die grosse Sache einen kraftigen Halt zu geben. ä
Am 8. December 1841 erhielt das Statut dieses Vereins die Ge- _
nehmigung des Königs. Am 4. September 1842 wurde der Grand- i
Stein zum Fortbau gelegt. Jahrlich wurden etwa 300,000 Mark
_ auf den Fortbau, dessen Leitung nach dem im Jahre 1861 vg?]
erfolgten '1`ode Zwirner’s an den Ilegierungsrath Voigtel über-
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