HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 48

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7 ban niedergelegt. lm Jahre 1447 war der südliehe 1`hnrm se
j fi hech aufgeführt, dass er die Glccken, ven denen die grösste,
' i; 224 Oentner, und die zweitgrüsste, 120 Centner schwer, in den
iii; Jahren 1447 und 1448 gegessen worden, aufnelnnen kennle.
` l ` Hald wird neben diesen alten Glocken die aus französischen
Kancuen gegossene Kaiserglocke im Gewicht von 500 Centnern
‘ Ii `I aufgehüngt werden. Q;
Veni Hauptbaue des eigentlichen Kirchenschiffes war 1388
ein Theil se weit vergeschritten, dass derselbe mit Altarenü ver-
ï sehen und für den Gettesdienst eingerichtet werden k01mte. Der ä
$11 Fertbau wurde aber mit immer schwücheren Kraften betrieben.
Am Ende des 15. Jahrlnmderts gab man jede I·I0ffnung auf, die fi
Kirche nach dem ursprüngliehen Plane vellenden zu können.
Langschiff und Seitenhallen wurden durch ein previsorisehes Dach
i` geschlossen. Die vier ersten Cempartiniente des nördliehen Seiten­
`ig schiffes wurden 1508 eingewölbt, um die für dieses Schiff be-
êfg stimmten grossen Glasgemàilde aufnehmen zu kön11en. Im heheu l
I Chor wurde um diese Zeit das 1766 niedergerissene zierliche 1
Sacraments­Hauschen, eine Stiftung des Erzbischofs Hermann von
Hessen, aufgeführt. Die grosse Orgel kam 1572 zur Aufstellung; Q _
aus derselben Zeit stammt die 1750 entfernte kunstvolle Uhr, 0
früher unter dem Namen ,,Umlaufer" bekannt. Spater fühlte
ë _ man kaum neeh Lust und Kraft, das herrliche Bauwerk in leid-
lichem Zustande zu erhalten. Als die Gethik dem neuen Zeit-
geiste zum Opfer gefallen war, bequemte man sich auch in Köln
zum Anschlusse an Reeeeee und Zepf, und im Dome geben
der Hoehaltar, die Drei­Königen­Capelle und verschiedene Altäre ‘
davon sprechendes Zeugniss.
Die grösste Gefahr für den Bestand des Demes trat ein, als
beim Einrüeken der Franzosen das Capitel sich mit dêll Schëttzen
seiner Kirehe flüchtete und der Gottesdienst im Dein ganz ein- ’‘'
gestellt wurde. Im Jahre 1796 wurde der Dom zu einem Frucht-
und Fouragemagazin erniedrigt. Im Jahre 1801 wurde er zur
Pfarrkirche für denjenigen Stadtbezirk erklart, der früher grössten­
theils zu St. Paulus, zum Pesch, zu St. Johann und zu St. Lorenz E
gehört hatte. Das Gebàtude gerieth immer mehr in Verfall und

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