HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 47

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* angesehen worden mussen. Nur langsam schritt der Bau des `·
Cheres fort. Cellectengeldcr, Opfer, Zinsen, Vermachtnisse, die
Einkunfte suspendirter Beneiiciaten, versessene Prasenzgelder
beten den Previsoren der Baucasse die Mittel, die ungeheuren `
Kosten des gewaltigen Werkes zu bestreiten. Die Bausteine
wurden vom Drachenfels bezogen. Sehen im Jahre 1297 konnte
Gettesdienst in den Capellen u1n das Hecheher gehalten werden,
wahrend man noch mit dem Bau des Cheres selbst besehaftigt
war. Nach Westen erhielt das Cher durch eine starke, bis in
die hochste Spitze reichende Mauer einen provisorischen Ab-
. sehluss. Im Jahre 1322 war dasselbe mit seinen Seiten­Capellen
vollendet. Innerhalb umgaben deppelte, ven schlanken SàLulen­ `
· bundeln gestutzte Nebengange das 48 Meter aufsteigende Mittel­
gewölbe. Ausserhalb bildeten die N ebengange mit ihren einfachen
Strebepfeilernund Fenstern einen machtigen, 22 Meter hehen
Untersatz, auf dem sich reich mit zierliehem Thurmwerk ge- r ’ ;‘
sehmuekte Widerhalter erheben und mit ihren Strebebogen das
eigentliche Cher stutzten. Das Dach war mit ernamentirten Blei­
platten bedeckt. Die westliche Giebelspitze trug ein zierliches ë ii t‘­.
Q i Daehthurmchen. Die feierliche Einweihung fand am 27. Sep- ’i
I tember durch den Erzbischef Heinrich ven Virneburg Statt. Im ‘ ï C
· Innern wurde das Cher mit Wanclgeiiiïtlcleii und Seulpturen ge-
schmuckt. Die Baumeister, die beim Ban des Cheres und spater
bei dem der Sehitfe thatig gewesen, sind: Gerhard ven Rile, auch L ,
A ven Ketwich genannt, Meister Arnold, dann dessen Sohn Johann, V;
welcher 1330 starb, darauf Meister Rutger, nach ihm Meister
ff Michael, darauf Meister Andreas ven Everdingen, der noch 1412 E EA
als ,,Werl<meister in dem Doym“ erseheint, darauf Nikelaus ven tf .
Buren, der 1446 starb, dann Meister Conrad Kuyn, zuletzt è t r
Johann ven Franlcenberg. F g
Gleieli nach der Einweihung des Cheres schritt man zur ` I
Fundamentirung des nördliehen Kreuzsehiffes, 1325 zu der des 7
sudliclien. Um die Besehaüung der Baumittel machte sich be-
senders die im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts gegrundete
I Petri­Brudersehaft verdient. Die alte Kirche wurde in ihren
einzelnen Theilen nach Maassgabe des Fertschreitens beim Neu-

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