HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 41

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Klöster sind mit einer lteihe von Kirchen und Capellen, nicht
weniger als einhundert und zwölf, entweder abgebreehen oder
§ umgebaut und in weltlichen Handen zu Fabriken, Magazinen oder
Privathàtusern eingeriehtet werden. Die Stadt ist eine andere,
das Leben ein anderes, der Handel ist nicht mehr der alte, die
. Industrie eine völlig neue.
Das jetzige Köln zeigt von röinischen und frankisehen Bauten
nur sehr geringe Ueberbleibsel; nur der Römerthurm an St. Claren
und der Rest einer alten, aus der Karelingerzeit stammenden
Vorhalle mit Bogenstellungen ven weehselnden Keilsteinen und
Ziegelschicliten an St. Caeilien, vielleieht auch die alte nördlich
vom Cher der St. Martinskirche gelegene Capelle sind dazu zu . f
rechnen. An prachtigen romanischen Kirchen ist Köln aber reicher
` als jede andere Stadt der Welt. Hier sind herverzuliebenz · ‘
V St. Maria im Capitol, 1049 vom Papst Leo IV. ein-
H geweiht. Es ist dies ein arehitekteniselies Werk ven bedeuten­ ( Qt
der und wirkungsreicher Anlage, eine Pfeilerbasilika, verbunden jr
f init einem weitgedehnten Cherbau, in welchein byzantinisirende è'
Reminiscenzen zu einem neuen, höchst eigenthümlichen Ganzen K · Q.
cntwiekelt werden. Die urspriinglicli ilache Decke wurde iin 12.
Jahrhundert durch das Gewölbe ersetzt. Die praehtvelle drei­ *1/
scliifiige Krypta init drei viereckigen Capellen und zwei Neben- H
kaminern ist der Choranlage völlig entsprechend. Der gewaltige ‘
Chorbau scheint ein Werk des 12. Jahrhunderts zu sein, welehem "! ,?~;ei ‘.` i
1 im 14. Jahrhundert durch Einsetzung neuer Fenster ein gethi-
scher Charakter gegeben wurde. Gleichzeitig mit dem Gurt­
gewölbe des Mittelsehiffes, 1250, wurde der 1637 zuszummmgw ;
stürzte Gleckenthurm errichtet. Die Kirche ist mit Ausnahme J ; l iïAl
des ursprüngliehen westliehen Einganges und der Thürme in der w g.;
‘ jüngsten Zeit stilgerecht restaurirt und im Innern mit Wand- `
gemalden geschmückt werden. Diese Wandgeinälde charakterisiren
sieh als ein nicht ganz gegluckterVersucli, bei der Decorirung einer
romanischen Kirehe angstlich Vorbilder der byzantinischen Kunst-
Epoehe zu benutzen. Diese Kirche hat aus der Merewingisclien und
Karelingisehen Zeit einige Grabsteine in der westlichen Vorhalle S
und unter der Orgelbühne. Aus derZeit, in welcher die Kirelie selbst A
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