HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 38

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1; Das neue Köln. ‘
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.i In Vorstehendem wurde das ätussere Aussehen der Stadt Köln I`;
1 wahrend der letzten Jalirhunderte ihrer reiohsstätdtisehen Freiheit
gesehildert. Die der französischen Revolution iin Gefolge gehende
Bewegung raumte mit den alten kölner Zustïtnden gründlich auf.
`¥ Man hoffte, dass die neuen Verhaltnisse auch frisehes politisches
1 Leben, gesunde sociale Zustande, neue Belebung des stadtisehen 1
_ Handels und Gewerbfieisses bringen würden. Bitter sah man sich I
aber getauseht. Das státdtische Eigentlnnn wurde für N ationalgut U
erklart, sehr viele der vermögenderen Einwoliner, weltlichen und t
li geistliehen Standes, Hohen mit ihren Capitalien aus der Stadt;
L Universität und Gymnasien wurden gesehlossen, die Klöster auf-
1 gehoben; die Steuern steigerten sich, die Kriegs­Drangsale 11al1­
men zu, Industrie und Handel lagen vollstandig darnieder. Das
aussere Ansehen àtnderte sich nur in so weit, als die Mönche
W und N onnen von der Strasse allmahlieh verschwanden, eine Menge ­
von Kirehen niedergerissen wurde, die Strassen neue Namen,
die Hauser neue Nunnnern erhielten und 1nan für eine zulang­
` liohe ötïentliehe Beleuehtung sorgte.
Erst als die Fremdherrschaft 1815 gebroelien und Köln dem
preussischen Staate zugetheilt worden war, begannï diese Stadt
allmählich wieder bürgerlieh, geistig und materiel aufzuleben u11d 1
, die in ihr schlummernden Keime zu entwiekeln. Bald spürte sie t
den Segen, einem grossen, machtigen Staatswesen anzugehören.
Bei der Reorganisation der Rlieinlande wurde sie zwar nicht mit
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