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dass Niem11nd 111 die Seliinittgasse Dreelc oder Unflatli trage, ,
1 u11d wer dagegen 1)C1­l'(l1'()l1 worde, soll an das Halseisen gespannt
VOI'(1Ollu1). Fünf Jahre spüter wurde geklagt, dass trotz der
dagegeii erlassenen Verbote grosse Fitnlniss {1111 das Kanfhaus
l Gürzenieh und in die Sclnniedegasse gefahren worde. I1n Jahre
1548 besehwerte 111:111 sich, dass der Kellner=von St. Gacilien viel
Erde und Ulll`áI,tIl auf das Kloster führe, wodurch der Kirchgang
0 nach St. Peter sehr erschwert WC1`(1C2). Im-April 1557 erhob
man Klage, dass etliel1e Fulirleute die Iürde, die sie v011 (IOIYI
· Markt. u11d den Strassen zü fahren ll1)Cl`llOlIl11I01I hatten, liegen
liessen, lllld dass dadureli die Mitrkte und Strassen v0llUnflatl1
' blieben; der Rath gab darum Befehl, die Fulirleute, welehe für
das Wegfah1·e11 des Unrathes sehon Geld empfangen hättten, zu
Tl1urn1 zu bringen. Unter Pfannenschlätger, wo viele Sehmiede
wohnten, wurde der Zi11tl1er ver den Hätusern 111 die Gosse ge-
sehüttet, so dass ganze Haufen v011 diesen Herd-Abfátllen die T
Strasse füllten und Fussgátnger wie Fulirwerk in l10he1n Maasse 1
hinderten. Die Lehrjungen derjenigen Meister, welche dem
Itathsbefelil naehkonnneii wollten, ,,macl1ten vielfach Löcher 111
die Körbe 111it Zi11tl1er u11d Kohlenasche, welche sie a11 die Walle
i 1 tragen sollten, so dass der In11a1t über die Strasse verstreut
` VllI`lIC«3). Dureh die Morgensprache von 1548 liatte der Rath
_ den Selimieden befohlen, den Zinther nicht an (ICH Rhein, sondern
an die Walle zu fahren. Ill der Morgenspraclie VOII 1579 wird ,,
, geklagt, ,,dass die Einwohner es vor ihren IIà1usern u11d Erb- 1 7
sehaften ganz unsauber und unrein halten, ja, dass diejenigen,
· so banen, die Erde und Sehrotten nach beendigtem Ban, wie
auch die Salpetermacher die Erde, und Andere den Mist auf I
c der Gasse weit umher verspreitet liegen lasse11“*). Besonders
1 schmutzig sah es an der Christophkirche, auf der Aperiistrasse,
1 hinter der St. Lorenzkirclie aus. De11 Minoriten gegenüber an
_ I) Ratlisprotocolle, N1·. 11, Fel. 222. ,
. 2) Ebend. Nr. 13, Fol. 200.
3) Weinsbe1·g, II, 543,
4) Morgenspraelien, I, Fol. 120.


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