HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 21

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die Farbcr Schuld, die hier ihre Waidlauge und anderen Schmutz "
ausschütteten, so dass man hier kaum durch den Dreck ge-
è langen konnte; dazu ka111 noch, dass die Schraiïler vielfach
den Dreck hierhin zusamrnenful1ren, uni denselben von hier auf
die Ackerfelder zu schaffen. Es sah daselbst so aus, dass die
Einwohner des Hauses Weinsberg und die an der Hochpforte
» wohnende11 Burger des Schmutzes wegen kaum über den Waidrnarkt ‘
zur Kirche gehen kon11te11. In dem unterhalb des Erkers offenen
Bach pflegten die Ki11der zur Scmmerzeit zu spielen, und die
Ganse und Enten der benachbarten Wirthe schwannnen darin i
, herum. An dieser Stelle war der Bach tief und breit, so dass
, man dadurch nicht gehen, wohl aber reiten u11d fahren konnte. " ,V’`
1 Für die Fussganger waren am* Anfange der Niederbach ein ."
1 _ schmales stei11ernes Brücklein und eben so am Anfange der Ober-
i ` bach ei11 schmaler steinerner Steg über die schmutzige Gosse lêj i
und den tiefen Dreck, wo es allzeit nass und faul ist wegen V
ë der Durchfahrt, und es steht schimpflich, dass die Processione11 1
der Stifter, Klöster, Begrabnisse, Aemter und Fahnenwachen nicht 1
gerade aus, sondern zu beiden Seiten über die schmalen Brück­
lein gehen müssen. So verursacht die Tiefe des Baches jetzt
3 auch eine schwere Auffahrt nach der Hochpforte, also dass die
Fuhrleute init den Weinkarren, Holzkarren u11d anderen schweren
Lasten der Karren und Wagen übel dara11 sind, die Pferde 1
niederfallen Illld die Knochen zerbrcchen undibesonders zur Winters-
zeit, wenn es hart gefroren ist, dass sie im Eise stecken blei-
ben und nicht fortkommen können, und erheben solches Geschrei,
Gekreiseh und Gotteslastern, peitschen und schlagen mit solcher
P K Gewalt auf die armen Gaule, dass es unleidlich anzuhören und iis
ä greulich anzusehen ist; ain schlimmsten ist es, we11n viele Karren
t und Wagen einander begegnen und sich nicht auswcichen kön-
nen: dann wird die Strasse dermaassen vcrsperrt, dass es für Eg
z Kinder und alte Lente lebensgefahrlich ist, diesen Weg zu
, ` passiren."
` Aueh die Schmiedegasse am Gürzenich war lange Zeit der i
Ablagerungsplatz für den Unrath aus den benachbarten Hausern.
Am ll. Februarglöáé befahl der Bath, ,,einen Zettel zu machen,
Enneu, Geschichte der Stadt Köln. 2
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