HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 19

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Jesuiten­Gymnasium, eine Reihe von Mutterg0ttes­Bildern in
i Hausernischen und andere kleine Sculpturen verdienten nicht den
_ V Namen öffentlicher Monumente. Alseine Parodie auf die prächti- 1 7
G gen Denkmaler, welche manche andere Stadt schmückten, muss­
ten die im Hof, auf dem Milchplatzchen und auf dem Heumarkt K
aufgestellten Pranger, auch Käixe 1) genannt, angesehen werden. air
Am Ende des 17. Jahrhunderts erhielt der kleine, durch die `WI fi
ä Schleifung des Gülich’schen Hauses entstandene Platz eine Art
Denkmal in der Schandsaule des 1686 hingerichteten Aechters
Nikolaus Gülich. [
Der unangenehme Eindruck, den der düstere Charakter der
L Strassen auf den Fremden machen musste, wurde in hohem Grade L
_ gesteigert durch den in denselben herrschenden Schmutz. A Q
Bis zum Jahre 1529 gab es in Köln nur ausserst wenige
Strassen, welche ein Steinpflaster hatten. Die Bezeichnung ,,Stein- U. ;
weg", welche einzelne Strassen führten, liefert den Beweis, dass ·=W
ïä man es als eine auffallende Erscheinung ansah, wenn die eine
0der andere Strasse mit einem regelmassigen Piiaster belegt war. ­ '
Erst in dem genannten Jahre begann man, einen grossen Theil ri?
gg der Stadt zu piiastern. Zur Aufbringung der dazu erforderlichen
· Kosten musste von jedem Gulden, den eine Liegenschaft oder ._
ein Haus an Zins aufbrachte, ein, halb vom Haus-Eigenthümcr, K
halb vom Nutzniesser zu erhebender Albus entrichtet werden 2).
'ï Diese Arbeiten geriethen aber bald ins Stocken, und man be-
ë gnugte sich damit, die meisten Strassen init vereinzelten, unregel­ · g
y” massigen, grösseren oder kleineren Steinen zu belegen, vvelchc ‘·
der Fussganger, der nicht im Schmutz versinken oder in einem iï
; · der vielen Löcher seine Beine in Gefahr bringen wollte, sprin­ ` Z
gend zu erreichen suchen musste. Wenn man die Strassen
pflasterte, nahm man vielfach Rücksicht auf die Bequemlichkeit il;
der Burger und sorgte dafür, dass man sie im Missbrauch, den ;iï “
sie mit den öifentlichen Strassen trieben, nicht hinderte. S0 9 .6
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1 1) Der Käx auf dem Heumarkt hiess auch Schuppstuhl; auf ihm I
mussten diejenigen, welche falsches Maase und Gewicht gebraucht hatten,
ihre Strafe verbiissen.
2) Rathsprotocolle, Nr. 9, Fol. 278.
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