HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 13

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Es zeugt von einer unvertilgbaren inneren Lebenskraft, dass U
die Stadt Köl11 bei all den blutigen inneren und ausseren Kampfen, e
welche sie durchzumachen hatte, bis zum Ende des 15. Jahr-
hundcrts wenigstens einen Glanz entfaltete, einen Reiehthum er-
warb und eine Macht entwickelte, WOdtlI'Cll sie sich den Rang .
einer der ersten Stadtc des deutschen Reiches sicherte. ,,C’0eZZe1z I 1, ’
em erom boven allen Steeclew, seh0m" war eine stehende Bezeich- P-
i nung für diese Rlicin-Metropole. Der Secretar des Kaisers
i E Friedrich III., Aenaas Silvius Piecolomini, spater Papst Pius H.,
aussert sich in seiner Schrift über Deutschland bezüglich der
Stadt Köln: ,,Nichts Grossartigeres, nichts Schmuckreicheres lïïxllll
_ _, in ganz Europa gefunden werden als diese Stadt; sie zeichnct ‘
ä sich aus durch ihre Kirchen und Wohnhauser, ist beriihmt
li durch ihre Einwohnerschaft und blühend durch ihre Reichthiimcr, `
l sie zeigt Dàtcher, die mit Blei gedeckt sind, und öffentliche Ge- ,
E baude von grosser Zie1·“ 1). Noch in der ersten Halfte des F ii,
17. J€Llll`lll`llldG1‘tS machte sie auf manchen Reisenden einen t
ahnlichen imponirenden Eindruck, wie auf den genannten hoch-
gebildeten ltaliener. ,,Es steht auch diese Stadt bei den Deutschen
pg _ in solchem AllSGll€11", schreibt 1743 der denkwurdige u11d nütz-
liche rhcinisehe Antiquarius, ,,dass man insgemein zu sagen
piiegte: wer Köln nicht gesehen hat, der habe auch Deutsch-
land nicht gesehen. Und in der That, wenn man die Menge
des Volks, das herrliche Ansehen der Obrigkeit, die Grösse 1,
ihres Reiehthums, die Pracht ihrer gemeinen und Privatgebaude L
Wie auch ihre Uebungen in den Wissenschaften betrachtet, so
muss man bekennen, dass sie das wahrhafte Rom in Deutsch-
land ist”2). Weniger gunstig ausserte sich Philipp Wilhelm
Gercken in seinen 1785 veröffentlichten ,,Reisen“ über die Stadt
Köln, aber keineswegs so abfallig wie der ,,in Deutschland EP
reisende FFZLIIZOSOH. Dicser schreibt: ,,Köln ist i11 jedein Be- 1,
tracht die abseheulichste Stadt i11 Deutschland. In ihrem weiten V
Umfange von drei Stunden findet man 11icht ein sehenswerthes . P,
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1) Aen. Silv. Germ.
2) Frankfurt 1844, S. 737. ‘ ',
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