HomeDie alte und die neue Stadt KölnPagina 10

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Die Pfarrkirelieii so wie die Gotteshêtuser der einzelnen
‘ Klöster und Oonvente waren theils romanisch, theils gothisch,
theils gehörten sie der Renaissance, theils dem Zopfstil an.
. Die Pfarrkirchen hatten durehgeliends kleine Dimensionen und
beseheidene Ausstattung; die Kloster- und Gonventskirehen ent-
sprachen in ihren ausseren Verhaltnissen den Bedürfnissen und
dem Vermogen der bezuglichen Institute. Von den öffentliehen êï
Profanbauten zegen nur wenige durch ihre Grösse und Pracht
die Aufmerksamkeit auf sich. Es waren dies: das Rathliaus A
mit seinem gewaltigen, prachtigen Thurm und seiner zierlichen
Vorhalle, das stàidtisehe Tanzhaus Gürzenich, das deinselben
gegenüber liegende Bruloffshaus Quattermart, das Zeughaus, das _ , ­
Fisehkaufhaus, das Gruthaus, die Freitagsrentkammer, das Korn-
liaus, die Wollküehe. Das Findlingshaus, das Zuehtliaus, die
Dinghauser, die Gebürhätuser waren unansehnliehe Gebätulieli-
keiten. Casernen, Sohulhàtuser, Bibliotheken, Museen, die zu
‘ unserer Zeit in den grösseren Stttdten in besonderem Grade die .
Aufmerksamkeit auf sich ziehen, gab es in der Reichsstadt Köln
Q nicht. Die Vertheidigung des hcimathlichen Herdes lag in der
Hand der Bürgersehaft, und im Fall es nothwendig wurde, Sol- W?
daten einzunehmen, inussten die Burger denselben in ihren 1
Hausern Quartier geben. Die Gebaude für den öiïentliehen
. Unterricht Waren klein, arnilich ausgestattet und kauin deu Z
aussersten Bedurfnissen entsprechend. Die für Unterriehtszwecke
bestimmten Gebáiuliehkeiten lagen durch die Stadt zerstreut: die
Artistenschule in der Stolkgasse, die Theologensehule neben dem
Dom, die Juristensehule dem jetzigen Museum gegenüber, das
Dreikronen-Gymnasium auf der lV[axin1in­, spater auf der Mar-
zellenstrasse, das Montaner-Gymnasium unter Seehszehn Hausern,
das Laurentianer­Gymnasium unter Sechszehn Hausern, spater
­ neben dem Minoritenkloster, die Anatomie und der botanische
Garten an St. Claren. Kein einziges dieser Gebaude hat sich
bis auf unsere Tage gerettet. Nach Maassgabe alter Zeich-
A nungen waren sie am Ende des vorigen Jahrhunderts, als die
alte Zeit und mit ihr die alte.Universitat zusammenbraeh, bau-
fallig und der Erhaltung nicht werth. Aueh die Gymnasien