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M. de Koning: Insektenkalaxnitäten in de11 niederländischen Forsten 2015
We i d e n s p i 11 n e r (Leucoma salicis L.) kann als Pappelfeind besser
zu dieser Gruppe gerechnet V‘Gl`Cl·€11 als zu de11 Vïaldfeinden.
Merkwürdig, wenn auch zu erklären, ist, daI5 Insekten, welche
regelmäläig in groläer Anzahl in unseren Wäldêfll gesehen werden,
nie gefäl1rlicl1 sind, obschon il1r Auftreten mehr ostwärts beweist, daI5
sie dazu imstande sind. So z. B. der K i e f e r n s p a n n e r (Fidovzia
piniaïia L.), der noch keine Kalamitäten i11 Holland VG1‘ll1‘S,&Cl1lZ hat,
obschon der Sohmetterling im Sommer häufig ist, u11d mel1r ostwärts
von den S pannerraupen iöfters ‘Bl1l fürchterlicher Sehaden angerioh-
tet wird. Wal1rsel1einlicl1 si11d es meteorologische Faktoren, welche
hier im La11d seine zu starke Vermehrung temperieren : Kalte, trockene
Vllinter wirken günstig auf die Puppen, welche ill dem Boden liegen.
Wenig Niederschlag im Sommer befördert das Fliegen der S p a n n e r
und dadurch ihre Begattung. Wed~er Wi11t=er noch Sommer entsprechen
also in Holland vollstandig de11 Lebensbedingungen dieses Kl·Gf·€l`11·
feindes. Auch die Zusammensetzung und der Feuchtigkieitsgehalt der
Bodendecke, worin die Raupen sicl1 zur Verpuppung V·Gl‘l{1`l‘9Cl1€Il,
können de11 Gesundheitszustand der Puppen beeinflussen.
Ein Insekt, welcl1es i11 Mitteleuropa mit Becht sehr gefürchtet
wird, ist der Kieferns pinner (D01zd1‘0Z’1Imus pim L.). In Holland
wird der Schmetterling höchst selten vorgefunden und nie ill groller
Anzahl. Dieser gefährliche Kiefernfeind ist in Holland vollkommen
_ _ unschadlich. Das westeuropäische Klima gibt ihm augenseheinlich
keine Gelegenheit, sicl1 auch nur einigermaiöen zu vermehren.
" Eine Gruppe von höchst gefährliclien Waldfeinden bilden die
[pidcm oder Bork enkaf er. Auch diese werden in den Hollandi-
schen Kiefernwäldern nicht oder selten angetroffen. Die groläen
Kalamitäten VO11 [ps sexclevztazfus Boern., [ps zfypogmphus L., [ps ami-
zfdmus Eiehh. oder Pátyographus chalcogmphus L. sind hier unbekannt.
S c hl u p f w e s p e n u11d T a c h i n e n spielen beim Vorbeugen und
Bee11den VO11 Sehäden durch B o r k e Il k a f e r keine groläe B.olle. Ein
groläer Teil der [piden fühlt sich auf Fichten besser zu Hause als auf
Kiefern, und wo die Fiohte eine als Waldbaum wenig vorkommende
Nadelholzart in Holland ist, könnte dies schon als eine der Ursachen
. des Ausbleibens von Kalamitäten betrachtet werden. Aber auch der
Mangel an groläen Oberflächen von altem Nadelholz u11d das seltene
Vorkommen vo11 ernstlichem Sturmschaden arbeiten dem Entstehen
von Kalamitäteii entgegen. Schlielälioh liegen die Wä.lde1‘ in Holland