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M. de Koning: Insektenkalamitäten in den niederländisehcn Forsten 2019
Die Hilfe der Hähne war entscheidend.
In den letzten Jahren wurde die Aufmerksamkeit immer mehr auf
den Gebrauch von Staubmitteln gelenkt. Schon 1933 wurde Be-
stäubung versuchsweise angewandt auf eine kleine Waldpartie in
i Nordbrabant, welche von der N onn e angegriffen worden war.
Eine schlimme Kalamität der Kiefernbuschhornwespe
im Jahre 1936 veranlaiite die Wiederaufnahme der Versuche.
Im Herbst 1936 wurden die ersten Versu-che gemacht. Es wurden
W hauptsächlich Derris und Pyrethrum verstäubt, wobei Bestäubung der
Waldränder, vorausgesetzt dalä zeitig angefangen wurde, ge-
nügend war.
Der Gebrauch von Derris enthaltenden Staubpudern gegen die
Kiefernbuschhornwespe hat gegenüber dem Gebrauch von
Pyrethrum den Vorteil, dalä es die Parasiten nicht schädigt.
Es stellte sich weiter heraus, daB der Wettereinflulä auf die
Resultate der Bestäubung gering ist, dalö Regen und Tau gerade vor
Bestäubung eher günstig als ungünstig wirken, und daiö Regen nach
der Bestäubung die günstige Wirkung nicht ungeschehen macht.
Die Experimente sind noch nicht beendet. Es wird jetzt die Be-
stäubung aus Flugzeugen eingehend studiert.
Vogelkultur und Vogelschutz haben in Holland seit Jahren Ein-
gang gefunden als ein mächtiges Vorbeugungsmittel gegen Insekten­
schaden. Von der Regierung geführt und unterstützt, besteht heim
Phytopathologischen Dienst in Wageiiingen eine Abteilung für Vogel-
kultur, welche mit vielen Forstverwaltern zusammenarbeitet. Die Ver-
walter der Landgüter lassen dann Nistkästchen aufhängen und ver-
gröllern die Anzahl derselben systematisch und regelmälàig. Sie be-
sorgen auch die regelmäläige Beobachtung des Vogellebens, welches
sich darin entwickelt, wobei man sich öfters der Hilfe der J ugend
bedient.
Die Nistkästchen werden in mehreren Forsten im Winter von den
Arbeitern am Platz gemacht. Sie finden dadurch an regnerischen
Tegen Arbeit.
Auch gesetzlich ist seit der Annahme des Vogelschutzgesetzes 1936
wohl alles Mögliche getan worden.
Das ,,Gesetz auf den Schutz von für Landwirtschaft, Gartenbau
und Forstkultur nützlichen Tieren" 1881 befriedigte nicht, zumal weil
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